Mann schießt in Zeitungsredaktion um sich und tötet mindestens fünf Menschen

Annapolis - In der Redaktion einer Lokalzeitung in der US-Stadt Annapolis sind mindestens fünf Menschen erschossen worden.

Polizisten sichern die Umgebung des Gebäudes der Zeitung "Capital Gazette".
Polizisten sichern die Umgebung des Gebäudes der Zeitung "Capital Gazette".  © DPA

Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Er sei nach der Tat am Donnerstag festgenommen worden und werde vernommen. Es handele sich um einen erwachsenen Mann weißer Hautfarbe. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, sagte Polizeichef Bill Krampf. Die US-Bundespolizei behandelte den Vorfall zunächst als lokales Ereignis ohne politischen Hintergrund.

Ein Reporter der betroffenen "Capital Gazette"-Redaktion schrieb auf Twitter: "Ein Einzelschütze hat in meinem Büro auf mehrere Menschen geschossen Einige davon sind tot." Nach Schilderung von Augenzeugen versteckten sich Mitarbeiter der Zeitung unter Schreibtischen, um sich vor den Schüssen zu schützen.

Präsident Donald Trump drückte den Opfern und ihren Angehörigen via Twitter sein Mitgefühl aus. Polizei und Rettungskräften dankte er für ihren Einsatz.

Die Polizei sei extrem schnell, binnen 60 Sekunden, am Ort des Geschehens gewesen, sagte Steve Schuh von der Bezirksregierung des Anne-Arundel-County. "Die Beamten haben enormen Mut bewiesen und sind sofort ins Gebäude gegangen", betonte er. Dies habe Schlimmeres verhindert.

Die "Capital Gazette" zählt zu den ältesten Tageszeitungen in den USA. Sie ist das Lokalblatt für die Region und gehört zur Gruppe der "Baltimore Sun".

Annapolis hat 40.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maryland. Das Städtchen ist wegen seiner Lage an der Chesapeake Bay und seiner historischen Innenstadt aus dem 18. Jahrhundert bei Touristen beliebt.

Die Polizei räumte nach Medienberichten das betroffene Gebäude und rief die Bevölkerung auf, sich fernzuhalten. Spezialkräfte suchten nach möglichen Sprengsätzen. Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt.

Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, zeigte sich betroffen. "Ich war völlig bestürzt, als ich von dieser Tragödie in Annapolis erfuhr", schrieb er auf Twitter. Er forderte die Bevölkerung auf, allen Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

Titelfoto: DPA


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