Trucker rettet viele Leben und bezahlt seinen Mut mit dem Tod

Arkansas - Der Fahrer eines Tanklastzuges wurde im amerikanischen Bundesstaat Arkansas zum Helden. Als er bemerkte, dass sein Laster brennt, opferte er sein Leben, um das anderer zu retten.

Eine gigantische Rauchwolke steigt über der Stelle der Explosion auf, der Trucker (re.) hatte vermutlich vielen Menschen das Leben gerettet.
Eine gigantische Rauchwolke steigt über der Stelle der Explosion auf, der Trucker (re.) hatte vermutlich vielen Menschen das Leben gerettet.  © Facebook/Promed Ambulance, Ferrando THV11

Der mit Chemikalien beladenen Laster war auf dem Highway unterwegs, als sein Fahrer (63) bemerkte, dass an den Bremsen Feuer ausgebrochen war. Er wusste genau: Erreichen die Flammen den Tank mit Tausenden Litern Ammoniumnitrat, kommt es zu einer Katastrophe.

Statt auszusteigen und sich möglichst schnell in Sicherheit zu bringen, fuhr der Mann weiter und alarmierte die Feuerwehr. Er erklärte bei dem Anruf auch, dass er den Laster möglichst weit weg von bewohntem Gebiet bringen wolle, um die dort lebenden Menschen nicht zu gefährden, heißt es in lokalen Medien.

In einem von Wald gesäumten Straßenabschnitt stoppte er schließlich sein immer stärker brennendes Fahrzeug. Er hatte sein Ziel erreicht, den Laster in ein weitgehend menschenleeres Gebiet zu bringen. Doch auch jetzt brachte er sich nicht in Sicherheit.

Er stieg aus und versuchte mit einem Handlöscher das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr evakuierte unterdessen ein Gebiet im Umkreis von einem Kilometer.

Die Explosion des Lasters riss einen riesigen Krater in die Straße.
Die Explosion des Lasters riss einen riesigen Krater in die Straße.  © Facebook/Promed

Die Einsatzkräfte, die auf dem Weg zu dem brennenden Truck waren, kamen aber zu spät. Der Fahrer hatte die Flammen nicht löschen können. Eine gigantische Explosion zerriss den Laster. Dessen heldenhafter Fahrer hatte nicht den Hauch einer Überlebenschance.

Die Explosion riss einen 4,50 Meter tiefen Krater in die Straße, im Umkreis von mehreren Hundert Metern wurden die Bäume wie Streichhölzer umgeknickt.

"Es sieht aus, als wäre eine riesige Bombe gezündet worden", sagte ein Feuerwehrsprecher. "Dort wo der LKW war, ist jetzt nur noch ein Loch."

Die Druckwelle war so enorm, bei den sich in einem Sicherheitsabstand aufhaltenden Feuerwehrfahrzeugen wurden die Frontscheiben eingedrückt, fünf Kameraden wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Fotos, die von Augenzeugen und Rettungskräften unmittelbar nach der Explosion gemacht wurden, zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Die Straße konnte nicht mehr befahren werden, nach Bergung der Trümmer und der sterblichen Überreste des Fahrers musste sie an der Stelle von Grund auf neu gemacht werden.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0