Angst vor Wiederbelebung! Müssen Frauen sterben, weil Männer sie nicht anfassen wollen?

Herzstillstand im Fitnessstudio? Für Frauen viel gefährlicher als für Männer! (Symbolbild)
Herzstillstand im Fitnessstudio? Für Frauen viel gefährlicher als für Männer! (Symbolbild)  © 123RF

Philadelphia (USA) - Am Wochenende wurde auf dem Kongress der amerikanischen Herzgesellschaft in den USA eine erschreckende Studie vorgestellt. Demnach sterben Frauen, die in der Öffentlichkeit einen Herzstillstand erleiden, deutlich häufiger als Männer.

Der Grund: Ganz offensichtlich traut sich kaum jemand die Brüste einer Frau vor anderen Menschen zu berühren, selbst wenn diese in Lebensgefahr schwebt. Doch genau das ist bei einer Herzdruckmassage nunmal nötig.

US-Ärzte und Wissenschaftler hatten 19.000 Krankendaten ausgewertet. Sie kamen zu dem Schluss, dass Männer eine 23 Prozent höhere Chance auf Wiederbelebung haben, wenn sie in der Öffentlichkeit zusammenbrechen, berichtet die "Süddeutsche".

"Wiederbelebung heißt, auf die Brust zu drücken", sagt die Studienautorin Audrey Blewer und trifft damit vermutlich ins Schwarze. Denn viele haben ganz offensichtlich Angst, öffentlich als Grapscher dazustehen.

Denn nur hier haben die Frauen soviel schlechtere Chancen auf Wiederbelebung. In heimischen und privaten Gefilden verpufft der Unterschied hingegen.

Der größte Fehler ist in jedem Fall: Nichts tun. Wer sich gar nichts zutraut, sollte zumindest die Notrufnummer 112 wählen, wenn er oder sie in eine solche Situation gerät.

Übte vor Kurzem die Wiederbelebung: Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU).
Übte vor Kurzem die Wiederbelebung: Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU).  © Stefan Sauer/dpa

Titelfoto: 123RF


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