Gefahr aus dem All? Technik spielt verrückt, Leute klagen über Kopfschmerzen

USA - Habt Ihr Euch auch schon gewundert, weil Eure technischen Geräte gerade ein bisschen spinnen? Oder habt Ihr seltsame Kopfschmerzen? Dann könnte es am Sonnensturm liegen, der seit Montag und auch noch am heutigen Dienstag auf die Erde zu rast.

Bei einem Sonnensturm handelt es sich um gewaltige Explosionen auf der Sonne. (Symbolbild)
Bei einem Sonnensturm handelt es sich um gewaltige Explosionen auf der Sonne. (Symbolbild)  © 123rf.com/Peter Jurik

Weltraum-Wetterexperten (ja, die gibt es wirklich!) warnen bei "Spaceweather", dass ein Sonnensturm die Erdatmosphäre treffen soll. Sind wir deshalb jetzt alle in Gefahr?

Wir können Euch beruhigen! Das Weltraumwetter ist im Augenblick zwar ziemlich turbulent, beruhigt sich aber bald wieder.

Denn der Sonnensturm soll am Dienstag auf die Erdatmosphäre treffen. Dabei kann es zu Störungen von elektronischen Geräten kommen, weil das Magnetfeld der Erde gestört wird. Eine gesundheitliche Folge können zum Beispiel Kopfschmerzen sein.

Doch der Sturm hat auch einen schönen Nebeneffekt: Wer Glück hat und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann sogar Polarlichter sehen!

Bei einem Sonnensturm handelt es sich um gewaltige Explosionen auf der Sonne. Er entsteht, weil sich "in der Sonnenatmosphäre ein sanduhrförmiges Loch aufgetan hat und Sonnenwinde ins All spuckt", erklärt news.de. Weil dieses Loch in Richtung Erde zeigt, wird unser Planet vom Sonnensturm getroffen.

Besonders starke Sonnenstürme können heftige Folgen haben, etwa komplette Stromnetze lahmlegen, oder die Strahlung stört die Mobilfunknetze. Der aktuelle Sturm erreiche aber nur die unterste Warnstufe.

Tote Pottwale liegen im Februar 2016 hinter dem Deich am Wattenmeer vor dem Kaiser-Wilhelm-Koog. Möglicherweise brachte ein Sonnensturm die Tiere auf "falschen Kurs".
Tote Pottwale liegen im Februar 2016 hinter dem Deich am Wattenmeer vor dem Kaiser-Wilhelm-Koog. Möglicherweise brachte ein Sonnensturm die Tiere auf "falschen Kurs".  © Bodo Marks/dpa

2017 fanden Forscher aus Büsum heraus, dass möglicherweise Sonnenstürme im Dezember 2015 und Januar 2016 Auslöser für Walstrandungen waren.

Anfang 2016 häuften sich die Strandungen männlicher Pottwale an den Küsten der Nordsee. Der Physiker Klaus Heinrich Vanselow vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Universität Kiel (FTZ), glaubt, dass Sonnenstürme Schuld waren!

Denn Wale nutzen zu ihrer Orientierung vermutlich das Magnetfeld der Erde sowie geomagnetische Anomalien. Ein Sonnensturm stört aber das Magnetfeld. In der Folge gerieten die riesigen Meeressäuger auf einen falschen Kurs und verirrten sich. Die Ergebnisse veröffentliche der Forscher "International Journal of Astrobiology".

Weil Pottwal-Weibchen ausschließlich in Äquator-Nähe leben, haben Sonnenstürme auf sie keinen Einfluss, denn die Auswirkungen auf das Erd-Magnetfeld sind dort äußerst gering.

Titelfoto: 123rf.com/Peter Jurik


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