Mutter wird aus Flugzeug geschmissen, weil sie ihr weinendes Kind stillt

Die Mutter sowie ihr Kind und die Großeltern wurde von Polizisten abgeführt.
Die Mutter sowie ihr Kind und die Großeltern wurde von Polizisten abgeführt.

Houston (USA) - Die beste Medizin bei einem quengeligen Kind, bleibt für viele Mütter immer noch das Stillen. Doch Mei Rui sollte das bitter bereuen.

Die 34-Jährige war mit ihrem zweijährigen Sohn Lukas und ihren Eltern auf dem Weg nach New York City. Als die Familie bereits im Flugzeug in Houston saß, gab es Verzögerungen, weil man die Maschine nicht enteist bekam.

Ganz drei Stunden lang, mussten die Passagiere auf der Rollbahn ausharren. Klar, dass ein Kleinkind dabei irgendwann die Geduld verliert.

Um ihren erschöpften Jungen etwas zu beruhigen, legte Rui ihn an. Doch kurz darauf wurde sie von einer Flugbegleiterin aufgefordert, damit aufzuhören und ihr Kind auf seinen Platz zu setzen. Man wolle jetzt abheben.

Doch Rui war verwirrt, schließlich soll die Flugzeugtür noch offen gestanden haben. Sie bat um etwas mehr Zeit, damit ihr Sohn zur Ruhe kam.

Der kleine Lukas weinte bitterlich, als er wieder auf seinem Platz saß.
Der kleine Lukas weinte bitterlich, als er wieder auf seinem Platz saß.

Schließlich folgte sie aber den Anweisungen der Stewardess und brachte Lukas in seinen Sitz. Dort begann er sofort zu weinen. Insgesamt 25 Minuten wimmerte und quengelte er vor sich hin. Schließlich kam erneut eine Flugbegleiterin dabei und forderte die Familie auf, das Flugzeug zu verlassen.

Diesmal hatte die 34-Jährige die Nase voll und weigerte sich. Nun ließ die Airline die komplette Maschine räumen. Anschließend durften alle Passagiere, bis auf Mei Rui und ihre Familie wieder einsteigen. Für die junge Mutter ein herber Schlag. Die Krebsforscherin und Absolventin der Yale-Medizinschule war auf dem Weg nach New York, um dort im Auftrag des "MD Anderson Cancer Centre" an einer Veranstaltung teilzunehmen.

Auf dem Gate begann Rui die Situation zu filmen. Im Video sieht man, wie die Angestellten lachen und sich weigern, ihr genau zu sagen, was sie eigentlich falsch gemacht hätte. Man meinte nur, sie hätte die Anweisungen nicht befolgt. Als Rui fragte, ob es an ihrem weinenden Sohn gelegen hat, wies man sie nur ab. "Nein, weil du dich nicht gefügt hast", erklärt der Mitarbeiter. Dann rief man sogar die Polizei, die die Familie schließlich abführte.

"Dies war ein traumatischer Morgen für uns. Schlimmer, als wenn Harvey unsere Häuser zerstörte", schreibt die 34-Jährige auf Facebook. "Ich bin untröstlich, dass ich meine Eltern und Lukas nicht vor dieser Grausamkeit schützen konnte." Hinzu kommt, dass ihr Vater die Situation nicht verkraftete. "Mein Vater hatte fast einen Herzinfarkt und brach zusammen." Die Familie war völlig traumatisiert.

Spirit Airlines hat der Familie zumindest die Flugtickets erstattet. Den Vorfall einsehen, will man aber nicht. "Wir waren gezwungen, einen Passagier vom Flug 712 zu entfernen, nachdem sie sich währen der Sicherheitsunterweisung mehrmals geweigert hatte, den Anweisungen der Besatzung zu folgen", heißt es in einer Stellungsnahme gegenüber Daily Mail.

"Alle Passagiere müssen sich während des Starts und der Landung auf ihre Plätze begeben." Lukas, der wenige Tage älter als zwei Jahre ist, hätte demnach auf seinem Platz sitzen bleiben müssen. Jüngere Kinder dürfen noch auf dem Schoss ihrer Eltern fliegen.


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