Traurige Botschaft einer Mutter an Impfgegner

Nachdem Ashley in Kontakt mit einem an Windpocken erkranktem Kind kam, liegt sie auf der Intensivstation.
Nachdem Ashley in Kontakt mit einem an Windpocken erkranktem Kind kam, liegt sie auf der Intensivstation.  © DPA

USA – Diese Botschaft einer jungen Mutter an die wachsende Bewegung der Impfgegner stimmt nachdenklich und macht traurig.

Während immer mehr Menschen der Meinung sind, ihre Kleinen nicht gegen Kinderkrankheiten impfen zu müssen, weil derartige Impfungen angeblich mehr schaden als nutzen würden, schildert Camine Echols das Schicksal ihrer Tochter (9).

Denn sie wäre glücklich, wenn sie sich gegen Krankheiten impfen könnte.

"Bisher war ich immer recht zurückhaltend wenn es um die Impfgegner-Bewegung ging", schreibt sie einleitend in ihrem Facebook-Post.

Sie bezieht sich auf Aussagen und Memes von Impfgegnern mit folgendem oder vergleichbarem Inhalt: "Warum sollte mein ungeimpftes Kind eine Bedrohung für dein geimpftes Kind sein, wenn du sicher bist, dass die Impfung wirkt?"

Die Antwort darauf gibt Camille in dem Post. Denn ihre Tochter Ashley ist schwer krank. Mit zwei Jahren hatte sie eine Nierentransplantation. Danach wurde sie einmal gegen Windpocken geimpft. Doch es stellte sich heraus, dass sie unter Immunsuppression leidet. Sie baut dadurch keine Immunität auf, sondern würde bei der notwendigen zweiten Impfung mit dem Virus infiziert, was ihre transplantierte Niere schwer schädigen könnte.

Unglücklicherweise kam sie beim Spielen mit einem Kind in Kontakt, welches an Windpocken erkrankt war. Daraufhin mussten Camine ihre Ashley auf die Intensivstation bringen. Tests wurden durchgeführt, sie bekam starke Medikamente und stand unter ständiger Beobachtung. Dazu die nagende Angst bei der Mutter: Was passiert mit meinem Liebling, wenn sie sich angesteckt hat? Denn die Ärzte prognostizierten wegen der Organspende einen heftigen Krankheitsverlauf.

Inzwischen konnte die junge Mutter aber aufatmen. Ashley hat sich nicht angesteckt und konnte das Krankenhaus wieder verlassen. Dennoch hofft sie, dass viele Menschen ihre Kinder impfen, weil dass das Risiko einer Infektion und damit Gefährdung von Menschen wie ihrer Tochter grundsätzlich minimieren würde.

Ihr eindringlicher Appell an die Impfgegner: "Bitte, sollten Sie jemand sein, der glaubt, ihr Kind würde vom Impfen autistisch, bitte informieren sie sich. Es gib keine einzige Studie, die diese Annahme belegen würde. Und Menschen, die sich gegen Impfungen entscheiden, gefährden Kinder wie meine Tochter und das wäre vermeidbar.

Titelfoto: DPA


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