13-Jähriger gilt als hirntot: Kurz vor der Organspende passiert das Unglaubliche

Alabama (USA) - Die Ärzte hatten die Hoffnung aufgegeben, die Familie des 13 Jahre alten Trenton McKinley einer Organspende durch ihren Sohn zugestimmt. Dann geschah das Unfassbare: Kurz vor der OP wachte der Junge auf.

Die Mutter von Trenton McKinley teilte seine unglaubliche Geschichte auf Facebook.
Die Mutter von Trenton McKinley teilte seine unglaubliche Geschichte auf Facebook.

Was sich nach einer absolut unglaublichen Geschichte anhört, teilte die Mutter des 13-Jährigen, Jennifer Nicole Reindl, nun auf ihrer Facebook-Seite.

Der Junge aus Alabama (USA) war beim Spielen mit einem Freund schwer verunglückt, als der Anhänger eines Buggys, auf dem er saß, während der Fahrt umgekippt und er mit dem Kopf auf den harten Asphalt aufgeschlagen war, ehe er zusätzlich noch von dem Gefährt getroffen wurde. Kurz zuvor hatte sein Freund stark gebremst und offenbar die Gefahr, die davon ausging, komplett unterschätzt.

Trenton erlitt einen siebenfachen Schädelbruch. Zwar wurde er sofort ins Krankenhaus eingeliefert, war laut den Rettungskräften allerdings seit 15 Minuten tot. Aufgeben wollten die Helfer aber nicht und setzten die Wiederbelebungsversuche fort.

"Alles, was ich sah, war eine Trage und wie seine Beine herunterhingen", schilderte Reindl die schrecklichen Sekunden, in denen ihr Sohn in die Notaufnahme geschoben wurde.

Trotz der langen Zeitspanne, die ohne Lebenszeichen vergangen war, konnte Trenton schließlich doch noch reanimiert werden. Er blieb jedoch in einem äußerst kritischen Zustand. Für die Familie begann mit dem Unfall und der ersten Diagnose eine unglaublich schwere Zeit. "Als sie herauskamen, sagten sie mir, dass er wohl nie normal Leben können würde", sagte Reindl.

Trenton McKinley kämpft sich Stück für Stück zurück ins Leben.
Trenton McKinley kämpft sich Stück für Stück zurück ins Leben.

Während der Behandlung im USA Medical Center in Mobile musste der Teenager weitere vier Mal wiederbelebt werden. Die Ärzte hatten kaum noch Hoffnung, erklärten der Familie, dass, sollte ihr Sohn jemals aufwachen, er durch den Mangel an Sauerstoff Hirnschäden erlitten haben müsse.

Dass er überhaupt das Bewusstsein wiedererlangen könnte, war für die Experten nach einer Zeit nahezu undenkbar. Man werde ihn deshalb beim nächsten Mal, "wenn sein Herz aussetzt, sterben lassen", teilten die Ärzte den Angehörigen mit.

Schweren Herzens entschieden sich die Eltern des Schülers deshalb dazu, einer Organspende zuzustimmen. Trenton, der zu diesem Zeitpunkt mehrere Tage als hirntot diagnostiziert war, wurde an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen, damit die Organentnahmen erfolgen konnten.

Doch dann passierte etwas, womit niemand mehr gerechnet hatte:

Der Totgeglaubte kehrte ins Leben zurück. Das Ärzteteam hatte routinemäßig einen Tag vor der Operation die Gehirnströme ihres kleinen Patienten kontrolliert.

Während dieser Prozedur habe ihr Sohn laut Trentons Mutter plötzlich eine Hand sowie einen Fuß bewegt. Es war der Anfang eines Wunders, Stück für Stück kämpft sich der 13-Jährige seitdem zurück. Er wurde mehrfach am Gehirn operiert, ein Stück seines Schädels muss noch neu angepasst werden. Auch die Nieren wurden durch den langen Sauerstoffmangel geschädigt.

Die Genesung wird somit zwar noch eine ganze Weile andauern und alle Beteiligten viel Kraft kosten, dennoch wird es eine Zeit sein, die niemand jemals eintauschen wollen würde. Trenton kann sprechen, sich bewegen und macht jeden Tag Fortschritte.

Um die Arztrechnungen bezahlen zu können und ihrem Sohn, der sich an den Unfall nicht erinnern kann, die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, bittet die Familie auf der Plattform gofundme um Spenden.


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