Tödliche Kälte: Wetterdienst warnt Bevölkerung, nicht zu tief einzuatmen!

USA - Die Wetterlage in den USA spitzt sich immer weiter zu. Der mittlere Westen muss sich in den nächsten Tagen auf eine extreme Kältewelle von bis zu Minus 34 Grad einstellen.

Green Bay: Ein Mann geht während eines Schneesturms eine Straße entlang. Die Temperaturen sind weit unter dem Gefrierpunkt.
Green Bay: Ein Mann geht während eines Schneesturms eine Straße entlang. Die Temperaturen sind weit unter dem Gefrierpunkt.  © DPA

Zum Mittleren Westen werden Kansas, Nebraska, Illinois, Indiana, Iowa, Michigan, Minnesota, Ohio, Missouri, North Dakota, South Dakota und Wisconsin gezählt.

Der nationale Wetterdienst NWS schickte per Twitter sogar eine Warnung vor "lebensbedrohlichen, arktischen Winden" an die Bevölkerung: "Dies sind sehr gefährliche Bedingungen, die in weniger als fünf Minuten zu Erfrierungen auf ungeschützter Haut führen können", heißt es in der Nachricht.

In der NWS-Zweigstelle in Iowa geht man sogar so weit, dass man den Menschen empfiehlt, "tiefe Atemzüge" weitestgehend zu vermeiden.

"Das hier ist die kälteste Luft, die viele von uns jemals erlebt haben. Das hier ist kein Fall von: 'Naja, es ist Iowa im Winter und diese Kälte kommt nun einmal vor.'"

Gefährlich sei zudem, dass die gefühlten Temperaturen, genannt "Windchill"-Werte, oftmals deutlich tiefer als die eigentlichen Temperaturen liegen. Der Wert stellt die Abkühlung auf der Haut bei erhöhter Windgeschwindigkeit dar. In Maine gab es in diesem Winter bereits Werte von bis zu Minus 49 Grad.

Extreme Kälte sorgte bereits für Chaos in den USA

Millionen Menschen im Mittleren Westen der USA müssen sich auf eine extreme Kältewelle mit Temperaturen von minus 34 Grad Celsius und darunter einstellen.
Millionen Menschen im Mittleren Westen der USA müssen sich auf eine extreme Kältewelle mit Temperaturen von minus 34 Grad Celsius und darunter einstellen.  © DPA

Verantwortlich für das ganze Wetterchaos ist der sogenannte Polarwirbel, der normalerweise nur über den Nordpol kreist, wenn er jedoch geschwächt wird auch oftmals in niedrigere Breiten ausweicht.

Wie "CNN" berichtet, mussten bislang mehr als 2700 Flüge gestrichen werden. Besonders Chicago, das als "Epizentrum" der Kältewelle beschrieben wird, sei betroffen.

Der Postdienst wurde in weiten Teilen von Iowa, Illinois, Minnesota und Wisconsins bereits komplett eingestellt.

Auch zwei Todesopfer habe es durch die extreme Kälte schon gegeben: Ein 55-jähriger Mann aus Milwaukee starb, als er vor seiner Garage Schnee wegschaufeln wollte. In Rochester starb zudem ein 22-Jähriger. Er war erfroren, weil er seine Wohnungsschlüssel nicht dabei hatte und nicht ins Haus kam.

In vielen Teilen des Landes gilt der Katastrophenfall. Schulen und Universitäten bleiben in zahlreichen Bundesstaaten komplett geschlossen.

Wann eine Besserung der Temperaturen in Sicht ist, ist noch nicht bekannt.

Die Wimpern und Augenbrauen von Student Daniel Dylla von der University of Minnesota sind vereist, während er beim Joggen entlang des Mississippi-Flusses innehält.
Die Wimpern und Augenbrauen von Student Daniel Dylla von der University of Minnesota sind vereist, während er beim Joggen entlang des Mississippi-Flusses innehält.  © DPA

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