Mann knackt ständig mit den Fingern, bis er deswegen um sein Leben kämpfen muss

Der 31-Jährige musste notoperiert werden.
Der 31-Jährige musste notoperiert werden.

Lexington (USA) - Weil ein Mann (31) nicht aufhören konnte, ständig mit seinen Finger zu knacken, musste er schließlich im Krankenhaus um sein Leben fürchten.

Zuerst dachte er noch, er hätte sich den kleinen Finger seiner rechten Hand gebrochen. Doch kurz darauf wurde er so krank, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als sich in eine Klinik zu schleppen.

Er erinnert sich: "Als ich ankam, hatte sich meine Hand bereits dunkel verfärbt." Die Ärzte hatten sofort einen schrecklichen Verdacht und schickten eine Hautprobe zur Biopsie. Wenige Stunden später wurde dem 31-Jährigen gesagt, dass er an einer nekrotisierenden Fasziitis, einer tödlichen Krankheit, litt.

Die Ärzte erklärten ihm, dass seine Gewohnheit, ständig seine Finger zu knacken, eine Infektion eines kleinen Schnitts an seiner Hand verursacht hatte. Durch das Knacken konnte sich kein schützender Grind bilden.

Und genau das nutzte ein fleischfressendes Bakterium laut Metro für sich.

Der US-Amerikaner litt unter einen nekrotisierenden Fasziitis

Seine Hand und sein Arm mussten aufgeschnitten werden. Um die Stellen zu schließen, wurde Haut von seinem Oberschenkel genutzt.
Seine Hand und sein Arm mussten aufgeschnitten werden. Um die Stellen zu schließen, wurde Haut von seinem Oberschenkel genutzt.

"Ich dachte immer, sowas würden nur Leute in einem Film bekommen - aber nicht, wenn man sich die Fingerknöchel knackt", meint der Betroffene sichtlich erschüttert. Aufgrund der bakteriellen Infektion hätte er ausgesehen wie ein "Zombie". Denn nicht nur das Gewebe unter der Haut wurde angegriffen, sondern auch Muskeln und Organe.

Bei einer Notoperation mussten die Ärzte seinen Arm vom Ellenbogen bis hin zu seinen Fingern öffnen, um die Infektion herauszuschneiden. Und das war alles andere, als ein Routineeingriff: "Sie meinten, ich hätte meine Hand bei der Operation verlieren können." Allerdings sah die andere Möglichkeit noch schlimmer aus: "Hätte ich länger gewartet, hätte ich meinen ganzen Arm verlieren oder sogar sterben können", erklärt der 31-Jährige.

Anschließend musste er eine Woche auf der Intensivstation verbringen und eine weitere Operation über sich ergehen lassen. Zudem musste man die Blutzufuhr zu seinen Fingern unterbrechen, damit sich die Infektion nicht in seinem kompletten Körper ausbreiten konnte.

"Es war, als würde man seine Hand in einen Eiseimer tauchen. Es war so kalt, dass es brannte." Diese Maßnahme war allerdings ebenfalls riskant: "Die Ärzte waren sich nicht sicher, ob das Blut dann wieder normal fließen würde."

Zwar überlebte der US-Amerikaner die Infektion, doch er verlor seinen kleinen Finger. Außerdem musste man Haut von seinem Oberschenkel transplantieren, um seinen Arm zu schließen. "Das war wahrscheinlich der schlimmste Schmerz." Mittlerweile funktionieren nur noch zwei Finger und der Daumen der rechten Hand. Eins steht für ihn fest: "Ich werde meine Knöchel nie wieder knacken - kann ich ja auch gar nicht mehr".


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