Flüchtling will in die USA einreisen und wird abgewiesen, dann zückt er ein Messer

Pharr (USA) - Kriminelle Banden haben Mexiko fest im Griff. Morde haben in den vergangenen zwei Jahren ein trauriges Rekord-Hoch erreicht. Immer mehr Mexikaner wollen deshalb nach Amerika fliehen.

Kontrollen am zweistreifigen Grenzzaun haben unter US-Präsident Donald Trump drastisch zugenommen (Symbolbild).
Kontrollen am zweistreifigen Grenzzaun haben unter US-Präsident Donald Trump drastisch zugenommen (Symbolbild).  © dpa/David Barak/ZUMA Wire

Doch US-Präsident Donald Trump erhöhte die Sicherheit an der mexikanisch-amerikanischen Grenze und setzt auf mehr Kontrollen durch Beamte.

Es soll gegen 17 Uhr am Mittwoch in dieser Woche gewesen sein, als ein unbekannter Mann versuchte, am Grenzübergang Pharr (USA)/Reynosa (Mexiko) in die USA einzureisen. Er bat an der Stelle um Asyl.

Doch die Amerikaner versagten dem Mann die Einreise. So geht es rund 100.000 Mexikanern jeden Monat, berichtete die Zeit im April des vergangenen Jahres. Seitdem stieg die Zahl vermutlich weiter stark an.

Die Soldaten an der Grenze wiesen ihn umgehend ab. Der Mann ging daraufhin ein paar Meter weg von der Grenze.

US-Grenzbeamte im Bundesstaat Texas sahen den Unbekannten nur wenige Augenblicke später ein Messer zücken. Sie reagierten erst gar nicht und danach gänzlich falsch.

Denn, wie die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll ein US-Grenzschützer sein Handy genommen und ein Video von dem sichtlich verzweifelten Mann gedreht haben.

Staatsanwalt untersucht Todesfall an USA-Grenze

Darauf ist nun zu sehen, wie der Mann sich das Messer an den Hals ansetzte und es auf die gegenüberliegende Seite führte.

Der ungefähr 30 bis 40 Jahre alte Mann verstarb innerhalb von wenigen Augenblicken an der Grenze aufgrund des enormen Blutverlusts.

Die Generalstaatsanwaltschaft des mexikanischen Bundesstaates Tamaulipas untersucht nun den Tod des Mannes. Ob die Grenzschützer ein Verfahren erwartet, ist unklar, da sich das Drama auf mexikanischer Seite der Grenze abspielte.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. Da es sich hier aber um ein Ereignis von politischer Relevanz handelt, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Ein Soldat des US-Grenzschutz bewacht den Grenzzaun zwischen San Diego und Tijuana (Symbolbild).
Ein Soldat des US-Grenzschutz bewacht den Grenzzaun zwischen San Diego und Tijuana (Symbolbild).  © dpa/Daniel Ochoa De Olza/AP

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