Mit Tränen in den Augen: Soldat muss Geburt seiner Tochter über FaceTime miterleben

Texas (USA) - Brooks Lindsey sitzt auf dem Boden der Flugzeughalle in El Paso. In seinen Händen hält er sein Smartphone, von dem er seinen Blick einfach nicht abwenden kann. Der US-Soldat sieht gerade, wie seine Tochter geboren wird.

Brooks Lindsey sitzt am Flughafen und starrt auf sein Handy.
Brooks Lindsey sitzt am Flughafen und starrt auf sein Handy.  © Facebook/Tracy Dover

Eigentlich wollte Brooks zu diesem Zeitpunkt bei seiner Frau Haley im Kreisssaal sein und sie bei der Geburt ihres gemeinsamen Kindes unterstützen. Doch es sollte ganz anders kommen.

Der US-Amerikaner war in Texas als Soldat stationiert. Am Donnerstag bekam er einen aufgeregten Anruf von Haley, die ihm erklärte, dass die Ärzte die Geburt einleiten wollen, da ihr Baby unter Stress stehen solle.

"Ich habe Brooks verzweifelt angerufen und er war so aufgeregt", erinnert sich die 22-Jährige laut Daily Mail an den Moment. Anschließend beantragte sie beim Roten Kreuz ein spezielles Formular, was Soldaten im Falle einer Geburt vom Dienst freistellte. Sie wollte unbedingt, dass ihr Mann am großen Tag dabei war.

Eigentlich hatten die beiden einen Flug herausgesucht, der zeitlich perfekt passte, doch am Freitagmorgen platzte plötzlich Haleys Fruchtblase.

Allerdings war Brooks zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal am Flughafen in El Paso!

Brooks Lindsey sieht die Geburt seiner Tochter auf seinem Smartphone

Der Soldat aus Texas sah die Geburt seiner Tochter über FaceTime.
Der Soldat aus Texas sah die Geburt seiner Tochter über FaceTime.  © 123RF

Während ihr Mann in Dallas zwischengelandet war, um gegen 3.55 Uhr den nächsten Flug nach Jackson zu nehmen, hatte sich der Muttermund der 22-Jährigen bereits um fünf Zentimeter geöffnet. Natürlich war der Schock zunächst groß, als das Paar erfuhr, dass Brooks Anschlussflug eine zweistündige Verspätung hatte. Doch dann kam Haley auf eine Idee.

Sie bat ihre Stiefmutter sowie ihre Schwiegermutter im Zimmer zu bleiben, als die Wehen einsetzten. Brooks Mutter rief dann heimlich ihren Sohn per Facetime (Video-Telefonie) an.

Auch wenn er hunderte Kilometer entfernt war, konnte er trotzdem auf eine ganz besondere Weise bei der Geburt sein!

Eine Mitreisende entdeckte Brooks in der Ecke des Flughafens sitzend, wie er gebannt auf sein Handy starrte. "Er weinte und unsere Herzen brachen", erklärt Tracy Dover auf Facebook. Dort teilte sie auch ein Bild der bewegenden Situation. "Als wir das Baby weinen hörten, freuten wir uns alle für ihn."

"Ich wollte das hier teilen, weil ich möchte, dass wir nie unsere Soldaten, die uns jeden Tag dienen, und ihre Opfer, die sie bringen, vergessen."

Auch für seine Frau wird dieser Moment unvergessen bleiben: "Ich hörte ihn zusammenzucken und 'Wow' sagen, während ich presste. Ich konnte die Leute am Flughafen reden und jubeln hören", erinnert sich Haley. Nachdem die kleine Millie Fritz Anne Lindsey das Licht der Welt erblickt hatte, eilte ihr Daddy zum nächsten Flieger. Wenig später konnte er dann seine Frau und seine Tochter in die Arme schließen.

Im Internet feiert man die unglaubliche Geschichte der Lindseys. Das Video des fassungslosen Brooks wurde bereits fast 200.000 Mal aufgerufen, auch sein Foto ging viral.

Titelfoto: Facebook/Tracy Dover


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