Wegen mieser Stimmung im Büro: Mann verpasst Kollegen Drogen-Trip

Missouri (USA) - Einem 19-jährigen Mitarbeiter einer Autovermietung in Arnold (Missouri, USA) war die Stimmung an seinem Arbeitsplatz zu schlecht, das versuchte er auf unkonventionelle Art zu lösen.

Weil er die Stimmung seiner Kollegen aufhellen wollte, mischte ein 19-Jähriger LSD ins Trinkwasser (Symbolbild).
Weil er die Stimmung seiner Kollegen aufhellen wollte, mischte ein 19-Jähriger LSD ins Trinkwasser (Symbolbild).  © 123RF

Um seine Kollegen aufzulockern, weil sie "ständig so verkrampft waren, "überraschte" er sie mit ein paar Tropfen LSD in ihrem Trinkwasser. In einem scheinbar unbeobachteten Moment gab er die Droge in eine Wasserkanne.

Wie er später gegenüber der Polizei angab, hätten die zwei Kollegen bessere Energie gebraucht und er habe sie ihnen mit den Drogen geben wollen, berichtet der Kansas City Star.

Die von ihm gewünschte Wirkung hatte die Dosis allerdings nicht. Sowohl der 23-jährige Mitarbeiter, als auch der 24-jährige Kollege klagten nach Einnahme des kontaminierten Wassers über Schwindelgefühle, Kopfschmerzen und Übelkeit. Sie konnten sich allerdings nicht erklären warum.

Andere Mitarbeiter hatten allerdings den 19-Jährigen dabei beobachtet, wie er an den Wasserflaschen der zwei späteren Opfer herumspielte. "Ich sah, wie er mit einer Art Pipette eine Flüssigkeit in die Flaschen träufelte", beschrieb er die Situation erst seinem Chef und bestätigte die später auch gegenüber der Polizei. Die hinzugerufenen Beamten stellten die Flaschen sicher, der Verdächtige gab zu, was er getan hatte und wurde vorläufig festgenommen.

Ihn erwartet jetzt eine Anklage wegen Körperverletzung. Zunächst muss eine Laboranalyse des vergifteten Wassers die Konzentration des verabreichten LSDs klarstellen. Den beiden "Drogenopfern" geht es wieder gut, seitdem die Wirkung der Droge nachgelassen hat.

Das ist LSD

LSD wird aus dem hochgiftigen Mutterkorn, wie hier an einer Roggenähre, gewonnen.
LSD wird aus dem hochgiftigen Mutterkorn, wie hier an einer Roggenähre, gewonnen.  © wikimedia/R. Altenkamp

LSD steht für Lysergsäurediäthylamid und ist eine der stärksten halluzinogenen Drogen der Welt. Hergestellt wird es aus dem Mutterkorn (giftiger Getreidepilz, der vor allem in Roggenähren vorkommt). Es wird in der Regel flüssig, in Tablettenform oder in getränkte Löschpapiere verkauft.

Die Wirkung von LSD sind sogenannte Trips, auf denen die Konsumenten Halluzinationen und starke Wahrnehmungsstörungen und Bewusstseinsveränderungen erfahren.

Diese dauern in der Regel bis zu 12 Stunden und können vor allem deshalb sehr gefährlich sein, weil die Betroffenen reale Gefahrensituationen nicht mehr richtig einschätzen können.


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