100 Millionen! Muslim verklagt Lieferservice wegen Schweinefleisch

Ein Mann verklagt jetzt einen Lieferservice, da dieser fälschlicherweise Halal-Pizza auslieferte.
Ein Mann verklagt jetzt einen Lieferservice, da dieser fälschlicherweise Halal-Pizza auslieferte.  © DPA

USA - Pizzaskandal in den USA! Ein Mann aus der US-Stadt Deaborn (nahe Detroit) verklagt jetzt die Pizza-Kette "Little Caesars" auf satte 100 Millionen Dollar. Grund: Die Angestellten lieferten dem Muslim fälschlicherweise eine Pizza mit Schweinefleisch aus.

Das Problem: Streng gläubigen Muslimen ist es untersagt, Schweinefleisch zu essen. Der Mann bestellte deswegen extra "Halal"-Pizza, wie die "Detroit Free Press" jetzt berichtet. Bei Halal-Fleisch werden die Tiere regelgerecht geschlachtet und sind so für Muslime zulässig.

Zwar wurde der Pizzakarton auch mit Halal beschriftet, trotzdem waren die Peperoni mit normalem Schweinefleisch gefüllt. Der Anwalt des Mannes erklärt, dass der Verzehr des Fleisches "eine der größten Sünden ist, die man machen kann".

Aufgefallen war ihm das falsche Fleisch, da der Muslim früher selbst in einem Pizzaladen tätig war, und so die verschiedenen Peperoni-Sorten auseinanderhalten kann. Auch seine Ehefrau, die zum Islam konvertierte und mit Schweinefleisch aufwuchs, entlarvte das falsche Halal-Fleisch.

Zwei Mal bekam er laut eigenen Aussagen statt Halal-Pizza eine Schweinefleisch-Pizza. Der erste Vorfall ereignete sich bereits am 20. März. Zwei Monate später, am 24. Mai, bestellte der Mann erneut bei dem Lieferservice und stellte die Storemanagerin zur Rede. Doch die stritt die Vorwürfe ab.

Der Muslim und sein Anwalt werfen dem Unternehmen Vertragsbruch, fahrlässige Unterstellung, ungerechtfertigte Bereicherung und Betrug vor.

Einen ähnlichen Fall gab es in den USA bereits 2011. Die Fast-Food-Kette McDonald's wurde damals auf 700.000 Dollar verklagt, weil Mitarbeiter Kunden Schweinefleisch gaben, obwohl diese ausdrücklich Halal-Fleisch bestellten.

Titelfoto: DPA


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