Mörder klagt gegen lebenslange Haft, weil er schon mal tot war

Des Moines - Manchmal müssen sich Richter wahrlich mit philosophischen Fragen über das Sein oder Nichtsein beschäftigen.

Benjamin Schreiber hatte eine ungew
Benjamin Schreiber hatte eine ungew  © Twitter/OfficialJoelF

So wie aktuell im US-Bundesstaat Iowa. Dort klagt Häftling Benjamin Schreiber (66) bereits in zweiter Instanz auf seine Freilassung.

Begründung: Er war ja schon mal tot.

Schreiber bekam 1997 lebenslänglich wegen Mordes. Aufgrund von Nierensteinen, die zu einer Vergiftung führten, musste er 2015 wiederbelebt werden. Jetzt argumentiert er, dass er damals kurzzeitig verstorben gewesen sei und damit seine lebenslängliche Strafe erfüllt habe.

Ein Bezirksgericht hatte Schreibers Einspruch im September abgelehnt. Auch das Berufungsgericht bestätigte jetzt die Entscheidung.

Begründung: Wer für ein Kapitalverbrechen verurteilt wurde, muss den Rest seines natürlichen Lebens im Gefängnis verbringen, unabhängig davon, was vor dem Tod des Insassen passierte.

Titelfoto: Twitter/OfficialJoelF


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