Frau denkt, sie hat Sex mit ihrem Freund, doch der ist drei Stunden vorher schon gegangen

West Lafayette (USA) - Als Studentin Abigail Finney Sex mit einem Mann hatte, dachte sie, dass es ihr neuer Freund wäre. Doch dieser war bereits vor drei Stunden aus ihrem Bett verschwunden.

 Abigail Finney mit ihrem Freund.
Abigail Finney mit ihrem Freund.  © Facebook/ Abigail Finney

Nach einem Abend mit Freunden im Studentenwohnheim im amerikanischen West Lafayette, war sie neben ihrem Liebsten eingeschlafen. Wenig später dachte sie, es wäre er, der seine Hand unter ihre Klamotten gleiten ließ und sie an ihrem Geschlechtsteil berührte.

Sie lag zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Gesicht von ihm weggedreht. Ahnungslos nahm sie seinen Penis und führte diesen bei sich ein. Es kam zum Verkehr.

Erst als die US-Amerikanerin auf Toilette ging, bemerkte sie, dass nicht ihr Partner neben ihr im Bett lag, sondern dessen betrunkener Kumpel Donald Grant W.

"Ich erinnere mich noch, wie er mich angrinste", meint Abigail gegenüber Buzzfeed. "Es war ein verrücktes Bild."

Abigail - die am Abend völlig nüchtern geblieben war - war völlig entsetzt, schließlich war sie wenige Stunde zuvor neben ihrem Freund eingeschlafen. Sie rannte deshalb sofort zu ihrem Zimmer und fand ihn dort friedlich schlummernd in ihrem Bett.

Er erklärte ihr, dass er drei Stunden zuvor in ihr Zimmer geflüchtet sei, da sie ihm in seinem Bett zu wenig Platz gelassen hatte.

Abigail Finney kämpft für ein neues Gesetz, was die Vergewaltigung durch Täuschung abdeckt.
Abigail Finney kämpft für ein neues Gesetz, was die Vergewaltigung durch Täuschung abdeckt.  © Facebook/ Abigail Finney

Geschockt riefen beiden die Polizei und beschuldigten W. der Vergewaltigung. Doch es kam noch schlimmer für die Studentin: Donalds Aktion wurde nicht als Verbrechen angesehen. Der Sex wäre in dieser Nacht "einvernehmlich" gewesen.

Leider ist es in vielen Bundesstaaten der USA noch nicht illegal, wenn jemand eine Person durch Betrug, Täuschung oder Identitätswechsel zum Sex verleitet. Bisher ist das nur in Kalifornien, Idaho, Missouri und in Tennessee strafbar.

Der nächste Schlag ins Gesicht für Abigail war die Aussage von Donalds Anwalt. Dieser beschrieb das Verhalten seines Mandanten lediglich als "unhöflich". Die Geschworenen waren sich ebenfalls einig, dass der Akt nicht illegal war.

"Etwas kann schlecht sein, etwas kann gegen kulturelle Normen sein, gegen Etikette - es bedeutet aber nicht, dass es ein Verbrechen ist", so der Anwalt. "Es gibt also viele Dinge auf dieser Welt, die wir nicht selbst tun würden, aber das macht es nicht zu einem Verbrechen."

Sein Mandant sollte sich seiner Meinung nach, nur wegen sexueller Belästigung verantworten.

Im Februar wurde Donald für nicht schuldig erklärt - ein Schock für Abigail. "Ich hatte das Gefühl, ich hätte ein Jahr meines Lebens verschwendet, indem ich versuchte wieder klar zu kommen." Die junge Frau benötigte eine Therapie, um das Erlebte zu verarbeiten.

Die Studentin setzt sich nun dafür ein, dass ein Gesetz in Kraft tritt, was sich für die Opfer im Falle einer Vergewaltigung durch Täuschung einsetzt. Eine Unterstützerin hat sie bereits bei den Republikanern gefunden. "Ich möchte nie wieder erleben, dass ein Vergewaltiger unbescholten davonkommt, nur weil eine Gesetzeslücke in unserem Staatsstatut besteht", erklärt Sally Siegrist.

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