Russisch Roulette: Polizist erschießt seine Kollegin

Missouri (USA) - Mehrere Polizisten saßen am Donnerstagmorgen in der Wohnung einer der Beamten zusammen und hantieren mit ihren Waffen herum, plötzlich kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall.

Die Polizei hat die Ermittlungen gegen einen ihrer Kollegen aufgenommen (Symbolfoto).
Die Polizei hat die Ermittlungen gegen einen ihrer Kollegen aufgenommen (Symbolfoto).  © DPA

Eine Polizisten (24) wird von einer aus einem Revolver abgefeuerten Schuss in die Brust getroffen und stirbt an ihrer schweren Verletzung. Ihr Kollege, ein 29-jähriger Polizist wird kurz darauf festgenommen. Gegen ihn wurde Anklage wegen Totschlags erhoben.

Was war in der Wohnung geschehen? Nach Zeugenaussagen, der Aussage des mutmaßlichen Täters rekonstruieren die Ermittler den Vorfall folgendermaßen: Die beiden Polizisten hantierten mit ihren Waffen herum und fachsimpelten darüber.

Bis der 29-jährige Mann einen Revolver zog, alle Patronen aus der Trommel holte und nur eine wieder hereinsteckte. Dann drehte er die Trommel, zielte auf seine junge Kollegin und drückte ab. Es löste sich kein Schuss.

Jetzt nahm die Polizistin die Waffe, richtete sie wiederum auf ihren Kollegen und drückte ebenfalls ab. Erneut löste sich kein Schuss. Als nun wieder der Mann zu dem Revolver griff, auf die Frau zielte und schoss, hatte er die Kammer mit der Patrone erwischt. Der Schuss löste sich und das Projektil traf die Frau in die Brust. Sie brach schwerverletzt zusammen.

Die verletzte Polizisten wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie starb (Symbolfoto).
Die verletzte Polizisten wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie starb (Symbolfoto).  © DPA

Ein weiterer Offizier, der in der Wohnung anwesend war, sagte gegenüber der Polizei, dass er auf die beiden eingeredet hätte, den Quatsch zu lassen. Mit Waffen zu spielen sei lebensgefährlich, außerdem seien sie Polizisten und müssten verantwortungsvoller mit ihren Pistolen umgehen.

Sie ignorierten ihn aber, als er gerade gehen wollte, hörte er den Schuss. Die beiden Männer brachten die Schwerverletzte in ein Krankenhaus. Doch die Ärzte konnten sie nicht mehr retten, sie starb an ihrer schweren Verletzung.

Die männlichen Polizisten waren während des Vorfalls im Dienst, berichtet der Independent. Warum sie sich dennoch in der Wohnung getroffen hatten, die junge Kollegin auch dort hinkam, obwohl sie sich nicht im Dienst befand und dort mit den Waffen hantierten wurde, darüber schweigen sie bisher.

Die Polizei leitete sofort eine interne Untersuchung ein und versetzte beide Beamten in bezahlten Urlaub, bis der Fall und die Hintergründe endgültig geklärt sind.

Titelfoto: DPA

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