USA-Verbot! Acht deutsche Waldorf-Schüler abgeschoben

Acht 18-jährige Waldorfschüler durften nicht in die USA einreisen.
Acht 18-jährige Waldorfschüler durften nicht in die USA einreisen.  © 123RF

Salida (Colorado) - Bereits seit Jahren führt die Waldorfschule in Stuttgart Austauschprogramme mit der Stadt Salida im US-Bundesstaat Colorado durch. In diesem Jahr gab es aber plötzlich große Probleme bei der Einreise.

Dabei ist die Idee des Programms, das von der Englisch-Lehrerin Susan Masterson im Jahr 2012 ins Leben gerufen wurde, total klasse. "Die Schüler leben dort in Gastfamilien und helfen ehrenamtlich in lokalen Unternehmen aus. Sie sollen so die amerikanische Kultur besser verstehen und ihr Englisch verbessern. Natürlich ist das Ganze auch ein bisschen Urlaub", erklärt sie der Mountain Mail.

Vier Jahre habe alles reibungslos funktioniert. Doch als in diesem Jahr acht neue Austauschschüler am Flughafen in Denver landeten, wurden sie plötzlich von Grenzbeamten der Zoll- und Grenzschutzbehörde aufgehalten und in eine Wartehalle geführt.

Hier wurde laut dem Behördensprecher Jamie Ruiz festgestellt, dass die Schüler die falschen Visa beantragt hatten. Da sie in den USA arbeiten wollten, bräuchten sie ein Arbeitsvisa.

"In der Vergangenheit wurden die selben Regeln anders ausgelegt. Die Schüler verdienen bei den Betrieben kein Geld, sondern sammeln lediglich Erfahrung", ärgert sich Masterson.

Und doch: Obwohl sich Mitarbeiter des Gouverneurs und des Senators für die Schüler einsetzten, konnten sie die Heimatschutzbehörde nicht überzeugen. Nach 24 Stunden mussten die müden und völlig erledigten Schüler sich wieder ins Flugzeug nach Deutschland setzen.

"Normalerweise erfahren die Kids Liebe und Großzügigkeit vor Ort. Aber einer der Schüler hat mir bereits gesagt, dass er nie wieder in die USA reisen wird", so Masterson.

Titelfoto: 123RF


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