Junge (5) redet seit der Geburt nicht, dann macht seine Zahnärztin eine Entdeckung in seinem Mund

Texas (USA) - Nach dem Zahnarztbesuch konnte ein Junge (5) aus Texas plötzlich reden. Für die Eltern war es ein riesiges Wunder, für den Arzt eine normale Routine-Behandlung.

Mason Motz leidet unter dem Sotos-Syndrom. Seit seiner Geburt hatte der Junge noch kein Wort gesagt.
Mason Motz leidet unter dem Sotos-Syndrom. Seit seiner Geburt hatte der Junge noch kein Wort gesagt.  © Facebook/Dalan Meredith Motz

Mason Motz leidet seit seiner Geburt unter dem sogenannten Sotos-Syndrom. In der Kindheit macht sich diese Erkrankung mit übermäßigem Wachstum, ausgeprägtem Gesichtsausdruck sowie kognitiven Lernschwierigkeiten bemerkbar.

Daher war es für seine Eltern und die behandelnden Ärzte kein Grund zur Sorge, dass Mason bisher noch nie ein Wort gesprochen hatte.

Der Junge konnte sich zwar mit Geräuschen bemerkbar machen, richtig Buchstaben schaffte er allerdings nicht zu formen.

"Er war in der Sprachtherapie, seit er etwas über ein Jahr alt war", erzählt seine Mutter Meredith laut Yahoo 7 news. "Schlafen war immer stressig. Er hätte aufhören können zu atmen." Doch das war leider nicht alles:

Mason hatte große Probleme beim Essen und Schlucken. "Bei jeder einzelnen Mahlzeit mussten wir etwas entfernen, an dem er hätte ersticken können. Er bekam nicht die Nahrung, die er brauchte." Dann machten auch noch seine Zähne Probleme, Mason musste zum Zahnarzt.

Ein Zahnarzt-Besuch veränderte das Leben des fünfjährigen Mason Motz

 Nach dem Zahnarztbesuch änderte sich für den Fünfjährigen alles. (Symbolbild)
Nach dem Zahnarztbesuch änderte sich für den Fünfjährigen alles. (Symbolbild)  © 123RF

Hätten Meredith und ihr Mann geahnt, dass dieser Arztbesuch das Leben der gesamten Familie verändern würde, wären sie bestimmt schon viel eher mit ihrem Sohn zum Zahndoktor gegangen.

Eigentlich sollte der Fünfjährige nur ein paar Zahnfüllungen bekommen, doch Dr. Amy Lüdemann-Lazar entdeckte noch etwas ganz anderes.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Mason noch kein einziges Wort gesagt - aber nicht, weil er unter dem Sotos-Syndrom litt, sondern weil er ein Problem hatte, was seine Zunge betraf.

"Er war jahrelang in der Sprachtherapie und niemand hatte jemals unter seiner Zunge nachgesehen", meint die Ärztin entrüstet.

Dr. Lüdemann-Lazar stellte nämlich fest, dass der junge Texaner mit einem Ankyloglosson, also einer Entwicklungsstörung der Zunge, auf die Welt gekommen war. Dabei wird die Zungenspitze durch ein zu kurzes und zu weit nach vorn reichendes Zungenbändchen am Mundboden fixiert. Während die Folgen für das Sprachverhalten fatal sind, ist die Behandlung alles andere als schwierig.

Die Zahnärztin musste lediglich das Zungenbändchen durchtrennen, um Masons Zunge vom Mundboden zu lösen. Als die Beruhigungsmittel schließlich nachließen, erlebten der Fünfjährige und seine Familie ein Wunder:

"Innerhalb von 12 Stunden hat er geredet und es war unglaublich", erklärt seine Mutter. Sein erste Satz war demnach: "Mama, ich habe Hunger." Für seine Eltern der wohl denkwürdigste Satz in ihrem Leben.

Auch sein Vater Dalan ist überglücklich: "Wir wollten auf und ab springen und ihm Kuchen geben und so, weil wir in diesem Moment so stolz auf ihn waren."

Nach nur ein paar Wochen konnte Mason sogar das komplette Alphabet aufsagen und bis 100 zählen.