Zollbilanz: Das alles fingen tschechische Grenzer kurz vor Sachsen ab

Dresden/Usti (Tschechische Republik) - Drogen, gefälschte Markenartikel, gepanschter Kraftstoff und Zigarettenschmuggel beschäftigten die tschechischen Zöllner aus dem Kreis Usti nad Labem im vergangenen Jahr. Sie nahmen damit einen Teil der Arbeit ihren sächsischen Kollegen ab.

Regelnäßig kontrollieren die Zöllner die Grenzmärkte.
Regelnäßig kontrollieren die Zöllner die Grenzmärkte.  © Tschechischer Zoll

"Der Zoll im Kreis Usti hatte im letzten Jahr voll zu tun", fasst Zollsprecher Jiri Nejedly zusammen.

Stetige Kontrollen der Grenzmärkte, auf die viele Sachsen regelmäßig zum Einkaufen fahren, zahlten sich aus: Etwa 8000 gefälschte Markenerzeugnisse stellten die Zöllner sicher.

Dazu zählte neben Kleidung, Taschen, Schuhen und Uhren auch Spielzeug und seit diesem Jahr auch Waschmittel. Die mobilen Kontrollen zogen allein 227.000 Schmuggelzigaretten und 28 Kilo losen Tabak sowie 2257 Liter unversteuerten Alkohol aus dem Verkehr.

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Gerade bei den Schmuggelzigaretten (2018: 66.000) und beim Alkohol (2018: 365 Liter) waren die Zuwächse immens.

Anders war es bei den Drogen-Feststellungen: 2019 stellten die Zöllner, unterstützt von Spürhunden, nur rund zwei Kilo (2018: acht Kilo) Marihuana, Crystal und Kokain fest.

Derweil arbeiten der Zoll in Sachsen und die Zöllner aus dem Kreis Usti nad Labem nach wie vor eng zusammen: "Wir machen gemeinsame Kontrollen, mindestens einmal im Monat", so Zollsprecherin Heike Wilsdorf.

Weiter: "Zudem unterstützen wir die Kollegen bei Großkontrollen in Tschechien."

Mobile Kontrollen fanden eine hohe Anzahl Schmuggelzigaretten, aber auch Drogen.
Mobile Kontrollen fanden eine hohe Anzahl Schmuggelzigaretten, aber auch Drogen.  © Tschechischer Zoll

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