Wird diese Barbie den Mörder einer Sechsjährigen überführen?

Utah - Lewine Tapia hatte die Hoffnung vermutlich fast aufgegeben, dass der Mörder ihrer Tochter Rosie irgendwann noch gefunden wird.

Könnte diese Barbie tatsächlich vom Mörder stammen? Eine moderne DNA-Methode soll das nun klären.
Könnte diese Barbie tatsächlich vom Mörder stammen? Eine moderne DNA-Methode soll das nun klären.  © Screenshot Twitter

Im August 1995 wurde die Sechsjährige damals aus ihrem Zimmer entführt, missbraucht und getötet.

Vom Täter fehlte jede Spur. Der Fall landete schließlich bei den Utah Cold Case.

Auf dem Grab des Mädchens wurden kurz nach der Beerdigung zahlreiche Blumen und Geschenke hinterlegt, um sich gebührend von Rosie zu verabschieden.

Unter den Gegenständen befand sich auch eine Barbie-Puppe. Lewine nahm sie eine Weile nach dem Tod ihrer Tochter vom Grab mit nach Hause und verstaute sie.

Jetzt, 24 Jahre später, könnte die Puppe tatsächlich dafür sorgen, dass der Mörder doch noch überführt wird.

Wie "Metro" berichtet, glauben die Detektive, die sich weiterhin mit dem Cold Case befassten, dass der Täter selbst die Puppe auf das Grab des Kindes gelegt haben könnte.

Die Mutter der kleinen Rosie fand die Puppe auf dem Grab ihrer Tochter. (Symbolbild)
Die Mutter der kleinen Rosie fand die Puppe auf dem Grab ihrer Tochter. (Symbolbild)  © 123RF

Offenbar gab es bereits Fälle, in denen Täter durch solche Aktionen versteckt auf sich aufmerksam machen wollten. Um jedoch klären zu können, ob es auch beim Fall der sechsjährigen Rosie so war, müsse modernste Techniken eingesetzt werden.

Dafür planen die Ermittler mit einer speziellen DNA-Methode, die Hautzellen aus der Plastikpuppe extrahieren kann. "In dieser Pufferlösung sind dann die Hautzellen derjenigen, die die Puppe berührt haben", erklärte einer der Spezialistinnen. Nächsten Monat sollen die finalen Auswertungen folgen.

Fakt ist: Die Puppe wurde im Jahre 1994 hergestellt, ein Jahr bevor es zu der abscheulichen Tat kam. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie viele Besitzer hatte, ist daher nicht sehr hoch. Karra Potter, von der Utah Cold Case Coalition, hat bereits mit allen bekannten Personen gesprochen, die damals an der Beerdigung teilnahmen und möglicherweise die Puppe abgelegt haben.

Bisher ohne Erfolg. Ein weiteres Indiz dafür, dass es der Täter gewesen sein könnte.

"Ich bin einfach froh, dass wir so viel getan haben und die Leute bereit sind, uns zu helfen", sagte Rosies Mutter Lewine weiter.

Sie hat sich vorgenommen, sich nach dieser langen Zeit nicht allzu große Hoffnungen zu machen, dass der Mord noch aufgeklärt wird. Doch vielleicht bekommt der Täter am Ende ja doch noch seine gerechte Strafe.

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