Eltern sperren Sohn (6) in Keller ein und geben ihm nur Möhren

Brett und Clarissa sitzen mittlerweile im Gefängnis.
Brett und Clarissa sitzen mittlerweile im Gefängnis.  © Utah County Jail

USA - Wie herzlos kann man sein? Eltern aus dem US-Bundesstaat Utah müssen sich jetzt wegen Kindesmissbrauchs verantworten.

Clarissa (27) und Brett (31) T. sollen ihr sechsjähriges Adoptivkind über Monate in einem dunklen Kellerraum nachts eingeschlossen haben. Der Kleine hatte kein Licht, kein Bad, kein Essen und nichts zu trinken.

Besonders grausam: Der Junge bekam fast nur Möhren zu essen. Seine Haut zeigte nach dem Martyrium sogar schon einen orangefarbenen Teint.

Polizei und Jugendamt sind den beiden schließlich auf die Spur gekommen, als eine Zeugin die orange Haut feststellte.

In einem Fall bekam der Junge Ärger, weil er in einem Supermarkt gratis Proben probierte, da er zuvor keine Karotten gegessen hatte.

Auf Facebook zeigte sich die Familie glücklich. Doch der Schein trügte.
Auf Facebook zeigte sich die Familie glücklich. Doch der Schein trügte.

Jeden Abend musste der Sechsjährige knapp zwölf Stunden in dem Raum aushalten. Seine Eltern legten im lediglich einen Teppich auf den Boden. Zum Schlafen bekam er eine Matratze und eine Decke, wie "Fox8" berichtet.

Damit er keinen Ärger von seinen Adoptiveltern bekam, versteckte er seine Notdürfte in einem Loch in der Wand. "Er sollte vor jeder Mahlzeit Möhren essen, schaffte er dies nicht in einer bestimmten Zeit, durfte er den Rest der Mahlzeit nicht essen", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Das Paar adoptierte auch den leiblichen Bruder (2) des Sechsjährigen. Außerdem lebte ihre leibliche zwei Monate alte Tochter mit im Haus. Die beiden jüngeren Geschwister sind nun in der Obhut des Jugendamtes, der Sechsjährige lebt unterdessen bei seiner Oma.

Clarissa und Brett sitzen mittlerweile im Gefängnis. Wie hoch das Strafmaß für die beiden ausfällt, muss der Richter entscheiden.

Titelfoto: Utah County Jail


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