Tödliche Schüsse in Utrecht: Verdächtiger festgenommen

Düsseldorf/Utrecht - Nach den Schüssen in Utrecht mit drei Toten und fünf Verletzten fahndet auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen nach einem 37-Jährigen mit unklarem Aufenthaltsort. Gesucht wird der Verdächtige Gökmen Tanis.

Die Polizei in NRW fahndet nach dem Verdächtigen aus Utrecht.
Die Polizei in NRW fahndet nach dem Verdächtigen aus Utrecht.  © Guido Schulmann/dpa

Es gebe aber keine konkreten Hinweise, dass sich der Mann in NRW aufhalte, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Montagnachmittag.

Landesweit seien alle Kreispolizeibehörden informiert.

Streifenwagen-Besatzungen würden nach dem Mann Ausschau halten. Die Fahndung innerhalb von NRW werde von der Essener Polizei koordiniert.

Die niederländische Polizei hatte ein Foto von dem Mann aus der Straßenbahn veröffentlicht.

"Selbstverständlich steht die NRW-Polizei in dieser schwierigen Situation an der Seite ihrer niederländischen Kollegen und unterstützt sie nach Kräften", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Der Tatort Utrecht liegt nur etwa 75 Kilometer von der deutschen Grenze bei Kleve entfernt.

Die Bundespolizei kontrolliert an der deutschen Grenze bei Verdacht Fahrzeuge.

Update, 18.31 Uhr: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die Polizei in den Niederlanden hat den gesuchten Verdächtigen festgenommen. Alle Infos zur Tat lest ihr >>> hier.

Die Bundespolizei hat ihre Kontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze wegen der Schüsse von Utrecht auch am Abend zunächst weiter aufrechterhalten. "Wir haben unsere Maßnahmen noch nicht zurückgefahren", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Kleve am Montag. Kontrolliert werde an Straßen und in Zügen.

Unmittelbar zuvor hatte die Polizei in Utrecht bekanntgegeben, den mutmaßlichen Täter gefasst zu haben. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den 37-jährigen Gökmen Tanis - einen gebürtigen Türken. Der Hauptverdächtige werde nun vernommen.

Bei der Bundespolizei in Kleve waren am Montag alle verfügbaren Kräfte im Einsatz. Es gelte zu verhindern, dass «diese Person oder diese Personen unkontrolliert nach Deutschland einreisen», hieß es.

Ein Schwerpunkt der Überwachungs- und Fahndungsmaßnahmen war die Autobahn 3. Das Augenmerk richtete sich auch auf andere Autobahnen, Bundesstraßen und Grenzübergänge zu den Niederlanden.

Richtige Kontrollstellen gab es den Angaben zufolge aber nicht. Einsatzkräfte würden verdächtige Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr herausziehen und überprüfen.

Polizisten in NRW halten Ausschau nach dem Verdächtigen.
Polizisten in NRW halten Ausschau nach dem Verdächtigen.  © DPA

Titelfoto: Guido Schulmann/dpa

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