Hübner über Heck im "Hitparade"-Zoff: "Hätte ihm das gerne ins Auge gesagt"

Köln - Im Streit der Granden der Kult-Show "ZDF-Hitparade" hätte sich Uwe Hübner (57) gerne noch einmal mit dem am 23. August 2018 verstorbenen TV-Urgestein Dieter Thomas Heck (†80) ausgesprochen.

Uwe Hübner hätte sich gerne noch einmal mit Dieter Thomas Heck vor dessen Tod ausgesprochen.
Uwe Hübner hätte sich gerne noch einmal mit Dieter Thomas Heck vor dessen Tod ausgesprochen.  © DPA

In einem Interview mit dem RTL-Podcast "Fragen wir doch!" sagte Hübner am Freitag in Köln: "Ich hatte immer noch gehofft, dass wir uns das Auge in Auge sagen können. Aber das war uns leider nicht mehr möglich."

Er habe immer wieder versucht, in den letzten Monaten vor dessen Tod Kontakt mit Heck aufzunehmen, sagte Hübner. "Aber wie so vielen anderen auch ist mir der Zugang von Frau Heck verwehrt worden. Diese Zeichen des Himmels haben mir signalisiert, dass man verzeihen muss."

Dieter Thomas Heck war der erste Moderator der seinerseits sehr erfolgreichen "ZDF Hitparade", die er von 1969 bis 1984 präsentierte.

Als die Show, in der ursprünglich nur deutsche Titel gesungen wurden, auch englischsprachige Songs präsentierte, übernahm 1985 Viktor Worms die Moderation. Heck hatte sich mir der Neuausrichtung nicht anfreunden können.

Uwe Hübner: "Ich habe beim ZDF das durchgesetzt, was Heck gerne gemacht hätte"

Hübner präsentierte die "ZDF-Hitparade" zehn Jahre lang von 1980 bis 1990.
Hübner präsentierte die "ZDF-Hitparade" zehn Jahre lang von 1980 bis 1990.  © DPA

Mit Uwe Hübner, der 1990 Worms nachfolgte, wurde das Konzept abermals überarbeitet und die "Hitparade" wieder zur Schlager-Kult-Show gemacht.

Das sei dann der Grund, warum er und Heck nicht die "allerbesten Freunden" gewesen seien, sagt Hübner. "Denn ich habe beim ZDF das durchgesetzt, was Heck gern wieder selbst gemacht hätte - deutsche Musik und Live-Gesang."

Heck wäre nach Viktor Worms gern wieder zurückgeholt worden, so Hübner, doch dann habe das ZDF sich für ihn als neuen Moderator entschieden.

"Heck und ich haben des Öfteren kleine Gefechte ausgefochten und haben dann irgendwann feststellen müssen, dass das gar nicht nötig gewesen wäre, wenn wir zwei nicht so eitle Persönlichkeiten gewesen wären und lieber mal miteinander gesprochen hätten", blickt Hübner nun zurück.

"Wir haben nämlich immer irgendwelche Unterhändler zwischen uns zugelassen, die Stimmungen geprägt haben. Heck hat man ziemlich schnell aufstacheln können. Er hat sich ab und zu gemeldet und sehr wütend auf mich reagiert."

Hübner kann nicht verstehen, dass Thomas Gottschalk das 50. Jubiläum der Kult-Show präsentiert

Die erste Ausgabe der Kult-Show flimmerte am 27. April 1969 über die Bildschirme.
Die erste Ausgabe der Kult-Show flimmerte am 27. April 1969 über die Bildschirme.  © DPA

Die erste Ausgabe der "ZDF-Hitparade" wurde am 18. Januar 1969 ausgestrahlt - die 386. und letzte am 16. Dezember 2000.

Das 50. Jubiläum der Kult-Show will das ZDF am 27. April 2019 mit einer großen Gala, präsentiert von Thomas Gottschalk, feiern (TAG24 berichtete).

Dass Gottschalk die Show moderiert, kann Uwe Hübner nicht wirklich verstehen.

"Gottschalk hat diesem Genre in seinen 'Wetten, dass..?'-Sendungen nie Tür und Tor geöffnet. Da muss man schon ein bisschen schlucken", sagt er über Gottschalk und dessen ablehnende Haltung gegenüber dem Schlager in seinen Shows.

"Das ZDF wird selbst genug wissen, ob es mit den Menschen zusammen feiern möchte und auf die Menschen auch ein bisschen stolz sein will, die wirklich mit der 'Hitparade' verbunden waren", so Hübner.

Titelfoto: dpa Montage

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