Neuer Vagina-Trend: Darum sollte man die Finger davon lassen

Kanada - Stars machen es, also auch wir? Besser nicht. Ärzte warnen jetzt vor den Risiken des Vaginal Steaming oder auch yoni steaming genannt.

Chrissy Teigen zeigt, wie es geht.
Chrissy Teigen zeigt, wie es geht.  © Screenshot/Instagram/ChrissyTeigen

Schauspielerin Gwyneth Paltrow (46) empfiehlt es, Model Chrissy Teigen (33) macht es. Kräuter (Beifuß, Rosmarin, Wermut und Basilikum) mit Flüssigkeit in einer Pfanne erhitzen, drüber hocken und den Dampf seine Arbeit erledigen lassen. "Vaginal Steaming" nennt sich diese Methode.

Und wozu das Ganze? Die Kräuter-Dämpfe sollen angeblich den Hormonhaushalt in Ordnung bringen, den Uterus reinigen und die Nerven beruhigen, so das Frauenmagazin "Jolie". Wissenschaftlich belegt ist das aber nicht.

Chrissy Teigen nutzt Kräuter auch nicht nur für ihre Rezepte, sondern auch für untenrum. So postete sie auf Instagram ein Bild von sich, wie sie auf dem Thrönchen sitzt und die Kräuter ihre Arbeit verrichten lässt. Über deren Wirkung sei sie sich zwar nicht sicher, aber "kann ja nicht schaden, richtig?" Anscheinend falsch.

Nicht nur das. Es wird jetzt sogar vor dieser Methode gewarnt.

"Das Dämpfen der Vagina kann das gesunde Gleichgewicht von Bakterien und pH-Werten beeinträchtigen und Irritationen, Infektionen und Entzündungen verursachen. Es könnte auch die empfindliche Haut um die Vagina herum verbrennen", so die Sprecherin des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists Dr. Vanessa Mackay gegenüber BBC.

Genau das ist jetzt einer 62-jährigen Kanadierin passiert, wie der "Mirror" mit Bezug auf das Journal of Obstetrics and Gynaecology Canada (JOGC) berichtet. Sie führte die 20-minütige Behandlung auf Empfehlung eines Arztes für traditionelle chinesische Medizin zweimal durch. Doch dann der Schock: Nach der "Sitzung" bemerkte sie einen blutigen Vaginalausfluss und eilte ins Krankenhaus. Die Ärzte vor Ort stellten fest: Verbrennungen zweiten Grades. Sie betrafen den Gebärmutterhals und die Scheide. Die Patientin bekam vorsorglich Antibiotika verschrieben und auf die betroffenen Stellen Gaze gelegt.

Auch Gwyneth Paltrow empfahl die alternative Damenhygiene schon 2015 in ihrem Blog "goop", in dem sie auch Produkte verkauft, für die es schon heftig Kritik hagelte, weil sie mehr schaden als nutzen sollen.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/ChrissyTeigen

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