Forscher entsetzt! Dieser Blutschwall ist hochgefährlich

Tavish Campbell macht auf die Blut-"Vergiftung" aufmerksam.
Tavish Campbell macht auf die Blut-"Vergiftung" aufmerksam.

Vancouver Islands - Tavish Campbell entdeckte ein mysteriöses Rohr, aus dem ein blutiger Wasserfall rauscht. Der Videofilmer ging der Sache im wahrsten Sinne auf den Grund und entdeckte Schlimmes.

Es ist ein schauriges Bild, das sich dem Betrachter unter Wasser bietet. Schier endlos und unbemerkt schießt aus einer Leitung ein kräftiger Blutstrom.

Diese eklige Fontäne aus Fischabfällen und Blut kann sehr schlimme Folgen haben für die Natur in der Umgebung. Davor warnen auch Forscher!

In der Nähe einer Fabrik befindet sich das "blutende Rohr". Das Blut stammt von Atlantischen Lachsen, die in der Fischfabrik "verarbeitet" werden.

"Ich wusste nicht, dass es so grauenvoll und ekelhaft sein würde", sagte Campbell. Das Wasser habe "von all den Schuppen und Blut geschimmert", erklärt er in seinen Videos auf YouTube und Facebook.

Ökosystem der Gegend durch die Fischzuchtbetriebe und Fischfabriken verändert

Biologin Alexandra Morton fand in der Blut-Brühe einen "Reovirus" (unbehüllter Virus mit doppelsträngiger RNA).
Biologin Alexandra Morton fand in der Blut-Brühe einen "Reovirus" (unbehüllter Virus mit doppelsträngiger RNA).

Proben der ekligen Brühe übergab Tavish an die Aktivistin und Biologin Alexandra Morton. Diese wurden im kanadischen Atlantic Veterinary College analysiert.

Was darin gefunden wurde, lässt einen erschauern!

Morton fand demnach Darmwürmer und den "Reovirus" (unbehüllter Virus mit doppelsträngiger RNA). Reoviridae wurden bisher schon bei vielen Säugetieren gefunden, ebenso bei Reptilien, Fischen, Krustentieren und Insekten. Diese Viren seien bei Fischen besonders für Herz- und Skelettmuskelentzündungen verantwortlich.

Der Virus ist für Menschen offenbar ungefährlich. Aber für Fischpopulationen ist er zu 20 Prozent tödlich.

Blut ist Überträger für ansteckende Krankheiten! Daher ist es für andere Fischpolulationen sehr gefährlich.

Tavish schreibt eindringlich bei Instagram:

"Untersuchungs-Tauchgänge in Verarbeitungsbetrieben für Zuchtlachs in der Nähe von Campbell River und Tofino B.C. Kanada haben ergeben, dass rohe infizierte Abwässer in kritische Wildlachs-Migrationskorridore gelangen. Dieses unbehandelte Blutwasser ist mit Piscine Reovirus infiziert, einem hochinfektiösen Virus, das HSMI, das Herz- und Skelettmuskelentzündungen verursacht.

Ein Drittel der BC-Lachse wandern an diesen beiden Verarbeitungsbetrieben vorbei. Wenn wir wollen, dass an unserer Küste Wildlachse überleben, muss diese schmutzige Industrie an Land gehen. #forthewildones #fishfarmsgetout #laststandforwildsalmon #yourtofino #tofino​"

Der Virus ist für Menschen offenbar ungefährlich. Aber für Fischpopulationen ist er zu 20 Prozent tödlich.
Der Virus ist für Menschen offenbar ungefährlich. Aber für Fischpopulationen ist er zu 20 Prozent tödlich.  © Tavish Campbell Coastal Photography

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