Schüsse bei Kassel sorgen für Angst und Schrecken und lösen Polizei-Alarm aus

Kassel - Im Ahnepark in der nordhessischen Kleinstadt Vellmar bei Kassel fielen am späten Montagabend Schüsse.

Die Schüsse im Ahnepark in Vellmar fielen am Montagabend gegen 22.45 Uhr (Symbolbild).
Die Schüsse im Ahnepark in Vellmar fielen am Montagabend gegen 22.45 Uhr (Symbolbild).  © Montage: André Hirtz/dpa, Uli Deck/dpa

Die lauten Knallgeräusche waren am Montag gegen 22.45 Uhr deutlich zu hören – und versetzen mehrere Anwohner in Angst und Schrecken, wie das Polizeipräsidium Nordhessen am Dienstag mitteilte.

Die alarmierte Polizei war schnell vor Ort. Im Ahnepark in Vellmar trafen die Beamten zunächst auf zwei junge Männer und zwei Jugendliche, welche zusammensaßen und Musik hörten, wie weiter berichtet wurde.

Drei weitere junge Männer gehörten ebenfalls zu der Gruppe, sie hatten erfolglos versucht sich vor den Polizisten zu verstecken.

Die Polizei erwischte die drei verborgenen Männer. Bei einem 21-Jährigen aus Vellmar stellten sie in der Folge eine Schreckschusspistole sicher, aus welcher der junge Mann "offenbar mehrere Schüsse abgefeuert hatte", wie ein Sprecher sagte.

Auch ein Teleskopschlagstock sowie mehrere Sturmhauben wurden sichergestellt.

Schüsse in Vellmar führen zu Fotoshooting im Ahnepark

Die Polizei war rasch vor Ort (Symbolbild).
Die Polizei war rasch vor Ort (Symbolbild).  © Carsten Rehder/dpa

Die Erklärung für das martialische Auftreten der Gruppenmitglieder im Alter von 15 bis 22 Jahren war ziemlich sonderbar.

"Die jungen Männer gaben schließlich freimütig an, dass man zusammengekommen sei, um als 'Gangster-Rapper' zu posieren und die Bilder davon auf einem Social-Media-Account einzustellen", sagte der Polizeisprecher weiter.

Für diesen Zweck hätten sie sich mit den Sturmhauben vermummt und anschließend mit der Pistole und dem Teleskopschlagstock posiert.

Das Fotoshooting nahm für die Gruppe ein unschönes Ende: Alle erhielten einen Platzverweis. Der 21-Jährige mit der Schreckschusspistole muss sich zudem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Gegen einen 22-jährige Mann aus der Gruppe wird ebenfalls wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt, da er den Teleskopschlagstock mit sich führte.

Die beiden minderjährigen Mitglieder der Gruppe (15 und 17 Jahre alt) mussten die Polizisten auf das Revier begleiten. Sie wurden später von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt.

Titelfoto: Montage: André Hirtz/dpa, Uli Deck/dpa

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