Mann legt sich über zwei Stunden auf Sprenggranate, um Explosion zu verhindern

Venlo - Ein Mann nimmt beim Arbeiten in seinem Garten ein merkwürdiges Zischen wahr. Er denkt sich zunächst nichts dabei und bedeckt die Stelle, von der das Zischen kam, mit Sand.

Bei den Aufräumarbeiten wurden etliche Granaten und weitere Munition gefunden. (Symbolbild)
Bei den Aufräumarbeiten wurden etliche Granaten und weitere Munition gefunden. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Am nächsten Tag bemerkt er das Zischen aber noch immer. Er schaut sich die Stelle genauer an und findet eine Sprenggranate.

Vermutlich aus Reflex warf sich der Mann auf die Granate, nach eigenen Angaben, um eine Explosion zu verhindern.

So geschehen im niederländischen Venlo in der Nacht zum Donnerstag. Alarmierte Einsatzkräfte rückten mit Sprengstoffexperten an, um den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Insgesamt zweieinhalb Stunden lag er in eisiger Kälte auf der Fundstelle, ehe er schließlich mit einer Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht werden konnte.

Wie der "WDR" berichtet, mussten knapp 120 Leute ihre Wohnungen verlassen, ehe die Experten Entwarnung gaben.

Das Zischen ging tatsächlich von einer Granate aus dem zweiten Weltkrieg aus. Allerdings war sie harmlos, da sie kein Sprengstoff mehr enthielt. Unklar ist aber, warum sie dennoch gezischt hatte.

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