Tausende kommen aus Urlaub zurück und finden Knöllchen am Auto

Hamburg - Parken verboten, doch tausende Urlauber scheint das nicht zu interessieren.

Ein Autofahrer zieht ein Knöllchen hinter seinem Scheibenwischer hervor. (Symbolbild)
Ein Autofahrer zieht ein Knöllchen hinter seinem Scheibenwischer hervor. (Symbolbild)  © dpa/Christin Klose

Nach der Ausweisung von fünf neuen Bewohnerparkzonen am Hamburger Flughafen greifen die Behörden gegen Falschparker offenbar durch.

In den ersten sechs Wochen nach Einrichtung der Zonen in Fuhlsbüttel und angrenzenden Stadtteilen erfasste der Landesbetrieb Verkehr fast 7500 Ordnungswidrigkeiten. Wie der Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion weiter mitteilte, lagen die Busgelder in der Regel zwischen 10 und 30 Euro.

Wenn die Autos trotz Knöllchen nicht verschwinden, fordert die Polizei einen Abschlepper an. Das geschah im Juli und August insgesamt 350 Mal. In solchen Fällen kommen auf die Autobesitzer im Schnitt weitere 200 Euro an Kosten zu.

In den Zonen dürfen Autofahrer ihr Fahrzeug nur mit Parkscheibe für maximal drei Stunden abstellen.

Anwohner können einen Bewohnerparkausweis beantragen, seit kurzem auch online.

Konkurrenzkampf unter Parkservice-Anbietern mit drastischen Mitteln?

Um den Flughafen in Fuhlsbüttel gibt es seit Kurzem Anwohnerparkzonen.
Um den Flughafen in Fuhlsbüttel gibt es seit Kurzem Anwohnerparkzonen.  © dpa/Hans-Jürgen Ehlers

Bis Ende Juli wurden davon annähernd 3500 ausgestellt. Mit der Regelung reagierten die Behörden Mitte Juni auf den Ärger über Flugreisende, die die teuren Parkgebühren am Airport umgehen wollen und ihr Auto in den Wohngebieten stehen lassen.

Im Juli waren rund um den Flughafen mehr als 200 Fahrzeuge mit auswärtigen und ausländischen Kennzeichen beschädigt worden.

Am 31. Juli hatte die Polizei mehrere Park-and-Fly-Unternehmen und Privatwohnungen durchsucht.

Die Firmen bieten Fluggästen einen Parkservice abseits der offiziellen Parkhäuser und -Parkplätze an und versprechen eine sichere Stellfläche.

Einige Unternehmen sollen aber gar nicht über ausreichende Flächen verfügen und die Autos im öffentlichen Raum abstellen.

In Medien wurde spekuliert, dass die Taten im Zusammenhang mit Konflikten unter konkurrierenden Anbietern stehen könnten.

Titelfoto: dpa/Christin Klose

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