Verbrüht in Badewanne! Gelähmter Heimbewohner stirbt in heißem Wasser

In Allstedt ist ein 79-Jähriger bei einem Bad in einem Pflegeheim gestorben.
In Allstedt ist ein 79-Jähriger bei einem Bad in einem Pflegeheim gestorben.  © DPA

Halle - Ein 79-jähriger Heimbewohner in Halle (Saale) ist bei einem Bad gestorben. Zwei Pflegerinnen sollen den Mann in zu heißem Wasser in der Badewanne alleine gelassen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die beiden Mitarbeiterinnen einer Einrichtung in einem Ortsteil von Allstedt wurden bereits entlassen. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Am 21. Februar. sollen sie das Wasser viel zu heiß angestellt und dann den Raum verlassen haben. Besonders dramatisch: Der Mann war halbseitig gelähmt und konnte nicht sprechen und sich somit bemerkbar machen. Als die Pflegerinnen merkten, dass das Wasser zu heiß war, wickelten sie den 79-Jährigen in Decken und lagen ihn zurück in sein Bett, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". "Kurze Zeit später zeigten sich deutliche Rötungen und Schwellungen am Körper des 79-Jährigen", so Klaus Wiechmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle.

Eine Sektion der Leiche soll nun die genaue Todesursache klären. "Wir wollen so klären, ob wirklich eine Kausalität zwischen den Verbrühungen und dem Tod des Mannes besteht", so Wiechmann gegenüber der MZ.

Wegen des Alters des Toten seien auch andere Todesursachen denkbar: "Ein Zusammenhang mit den Verbrühungen ist aber sehr naheliegend."

Titelfoto: DPA


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