Grausam! Tierhasser vergiften Vögel mit Insektizid

Rietberg-Westerwiehe – Nachdem ein Weißstorch und ein Graureiher tot aufgefunden wurden, bestätigt sich der grauenvolle Verdacht: Tierhasser haben die Tiere mutwillig vergiftet. Einen weiteren toten Storch fand man in Lintel, er wird derzeit noch untersucht.

Tierquäler haben diesen Weißstorch mutwillig vergiftet.
Tierquäler haben diesen Weißstorch mutwillig vergiftet.  © Kreis Gütersloh, Klaus Bender

Anfang Mai fanden Gemeindemitglieder die beiden toten Tiere in Rietberg-Westerwiehe. Daraufhin untersuchte sie das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe zur Klärung der Todesursache.

Nun bestätigt das Labor den grausamen Verdacht: Beide Vögel starben an den Folgen einer Carbufuran-Vergiftung. Das Insektizid ist ein Kontaktgift, welches in Deutschland immer noch illegal mit Ködern ausgebracht wird. Tierquäler nutzen es, um gezielt Vögel und Tiere, insbesondere Greifvögel, zu töten.

Dabei nehmen die Täter auch die Gefährdung von Menschen und Haustieren in Kauf. Bis jetzt sind zwar noch keine Köder aufgetaucht, die Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh rät jedoch, Hunde vorsichtshalber an die Leine zu nehmen.

Der Kreis Gütersloh hat Strafanzeige gestellt und hofft auf Hilfe durch die Bevölkerung. Hinweise, die in Zusammenhang mit den Vergiftungen stehen könnten, nimmt Bettina Landwehrjohann von der Abteilung Umwelt unter Telefon 05241/85-2727 entgegen.


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