Verdächtige Post! Kanzleramt abgesperrt

Der verdächtige Gegenstand wird derzeit polizeilich untersucht.
Der verdächtige Gegenstand wird derzeit polizeilich untersucht.

Berlin - Wegen einer verdächtigen Post-Sendung hat die Polizei am Mittwochmorgen das Bundeskanzleramt abgesperrt.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei der Bild-Zeitung mitteilte, werde der Gegenstand derzeit untersucht: "Die polizeilichen Maßnahmen laufen noch." Es sei noch nicht klar, ob es sich bei der Sendung um ein Paket, einen Brief oder mehrere Gegenstände handelt.

Weitere Details sind aktuell noch nicht bekannt. Bis der Sachverhalt aufgeklärt ist, solle die Absperrung noch aufrecht erhalten bleiben.

„Gegen 8.30 Uhr haben wir bei einer Routineüberprüfung etwas Verdächtiges gefunden und mussten entsprechend absperren“, sagte Thorsten Peter, Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin, gegenüber N24. Bei den Untersuchungen kämen Spezialkräfte zum Einsatz.

Die Postsendung wurde außerhalb des Areals vor der Hauptzufahrt des Kanzleramts gefunden. Über weitere Zufahrten war das Kanzleramt dennoch zu erreichen.

Update 9:45 Uhr

Der verdächtige Gegenstand befindet sich offenbar in einer von vier Postboxen, die am Mittwochmorgen auf dem Bürgersteig in der Otto-von-Bismarck-Allee entdeckt wurden.

Sprengstoffexperten sind mittlerweile vor Ort. Gegen 9:30 Uhr luden Beamte die Kisten nacheinander in einen weißen Transporter.

Die Polizisten trugen jedoch keine Schutzkleidung. Es scheint also nicht so, als würde die Gefahrenlage allzu dramatisch eingeschätzt werden.

Die Kabinettssitzung konnte planmäßig um 9:30 Uhr beginnen. Bisher mussten weder das Bundesamt selbst noch die Schweizer Botschaft evakuiert werden.

Update 10:50 Uhr

Die Sperrung des Kanzleramts wurde wieder aufgehoben. Die Beamten rollen die Absperrbänder zusammen, die Transporter werden weggefahren.

Insgesamt überprüften Spezialkräfte der Bundespolizei und des Landeskriminalamts (LKA) Berlin vier Postsammelbehälter mit Briefsendungen, sagte ein Sprecher. Fünf Umschläge seien aufgrund ihrer Beschaffenheit vor Ort genauer unter die Lupe genommen worden. Nach dpa-Informationen waren die Absender unauffällig und ließen keinen Rückschluss auf eine mögliche Bedrohung zu.

Der Alarm wurde offenbar ausgelöst, weil ein Sprengstoffhund auf die Postboxen reagiert hatte.

Foto: dpa


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