Angeklagter schweigt zu Sexualverbrechen in Klosterwald

Verden - Im Revisionsprozess um ein tödliches Sexualverbrechen an einer Frau in Rehburg-Loccum hat der Angeklagte eine Aussage abgelehnt.

Der Angeklagte verdeckt sein Gesicht vor der Presse.
Der Angeklagte verdeckt sein Gesicht vor der Presse.  © DPA

Sein Mandant werde sich weder zu seinen Lebensverhältnissen noch zur Sache äußern, sagte Verteidiger Mathias Huse zum Prozessauftakt am Montag im Landgericht Verden.

Der mehrfach als Sexualstraftäter verurteilte 51-Jährige wird beschuldigt, im September 2015 bei einem Freigang aus dem Maßregelvollzug im Klosterwald die 23-Jährige angegriffen, entkleidet und erwürgt zu haben.

Der Angeklagte verdeckte sein Gesicht mit einem Aktenordner, als er in den Gerichtssaal geführt wurde. In einem ersten Prozess 2017 hatte ihn das Landgericht wegen Totschlags zu elfeinhalb Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Angehörige der Getöteten pochten auf eine Verurteilung wegen Mordes und waren mit ihrer Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) erfolgreich.

"Die Beweisführung der Strafkammer erweist sich als lückenhaft", hieß es in dem BGH-Urteil, das in Verden verlesen wurde. Die Kammer habe "es versäumt, das strafrechtlich relevante Vorleben des Angeklagten zu würdigen".

Der Deutsche habe mehrfach Frauen nach dem gleichen Muster überfallen, zu sexuellen Handlungen gezwungen und mit dem Tode bedroht. Die Neuauflage des Prozesses wird von einer anderen Strafkammer des Landgerichts verhandelt.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Verden statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Verden statt.  © DPA

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