Verdi über Kaufhof-Sanierung: "Nur zulasten der Arbeitnehmer"

Frankfurt/Köln - Bei den Verhandlungen über einen Sanierungs-Tarifvertrag mit der Kaufhof-Geschäftsführung fordert die Gewerkschaft Verdi Nachbesserungen zugunsten der Arbeitnehmer.

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Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke sagte am Freitag nach Gesprächen in Frankfurt, es sei geplant, in einem ersten Schritt gemeinsame Ziele und Grundsätze für die Sanierung zu erarbeiten.

Als zweiter Schritt sei dann die Entwicklung eines für beide Seiten akzeptablen Sanierungskonzepts vorgesehen.

Kaufhof-Chef Roland Neuwald betonte, er hoffe "im Sinne der Beschäftigten auf zügige Fortschritte und Ergebnisse."

Allerdings gibt es auf dem Weg dorthin noch einige Hürden zu überwinden. Franke bezeichnete das bislang von der Kaufhof-Führung vorgelegte Sanierungskonzept als völlig unzureichend.

"Allein mit Kostensenkungen zulasten der Arbeitnehmer wird eine Sanierung nicht gelingen."

Notwendig seien nachvollziehbare Konzepte, wie die Kaufhäuser wieder attraktiver gemacht und Umsätze zurückgewonnen werden könnten, bevor über möglicherweise notwendige Lohnzugeständnisse geredet werden könne.

Kaufhof-Chef Roland Neuwald sieht das eigene Sanierungskonzept dagegen als einen soliden Entwurf, der "neben Kosteneinsparungen vor allem auch Investitionen beinhaltet".

Die Senkung der Personalkosten sei dabei aber ein wichtiger Baustein, ohne den eine nachhaltige Trendwende beim Kaufhof nicht gelingen könne. Die Verhandlungen sollen am 8. Juni fortgesetzt werden.

Titelfoto: DPA


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