Streik in Leipziger Kliniken: Beschäftigte fordern 20 Prozent mehr Lohn

Leipzig - Verdi hat die Beschäftigten des Leipziger Herzzentrums und der HELIOS Park-Klinik zum Warnstreik aufgerufen.

Seit November laufen Verhandlungen zwischen Verdi und den Leipziger Kliniken. Vier Verhandlungsrunden lieferten bislang kein Ergebnis. (Symbolbild)
Seit November laufen Verhandlungen zwischen Verdi und den Leipziger Kliniken. Vier Verhandlungsrunden lieferten bislang kein Ergebnis. (Symbolbild)  © DPA

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten des Herzzentrums rückwirkend zum 1. Januar 2018 eine Lohnerhöhung um 10 Prozent. Die Beschäftigten des Park-Klinikums sollen rückwirkend ebenfalls 10 Prozent mehr Geld bekommen und zusätzlich 10 weitere Prozent für 2019.

Seit November des vergangenen Jahres laufen die Tarifverhandlungen. Ziel ist es, die Bedingungen des Haustarifvertrages der beiden Häuser dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes anzupassen. Der Unterschied liegt im kommenden Jahr voraussichtlich bei rund 400 bis 550 Euro monatlich.

"Die Beschäftigten beider Häuser sind jeden Tag mit vollem Engagement für die Patienten da. Es gibt also keinen Grund ihnen weiterhin den Ost-West-Angleich zu verwehren", so Bernd Becker, zuständiger Landesbezirksfachbereichsleiter bei Verdi.

"In keiner der Verhandlungen war der Arbeitgeber bereit nachzuweisen, dass unsere Forderungen nicht umsetzbar wären. Wir gehen demnach davon aus, dass die wirtschaftliche Lage beider Häuser eine entsprechende Tarifsteigerung erlaubt. Ich sehe keinen ersichtlichen Grund, warum wir von unseren Forderungen abweichen sollten und die Beschäftigten weiterhin auf die Lohnangleichung warten sollten."

Die Beschäftigten sind dazu aufgerufen, am Donnerstag in der Zeit von 6 bis 22 Uhr die Arbeit niederzulegen. Am Morgen treffen sich die Streikenden am Streiklokal in der Straße des 18. Oktober. Das Wort ergreifen Ines Kuche, die Bezirksgeschäftsführerin von Verdi-Leipzig-Nordsachsen, sowie Erik Wolf, Regionsgeschäftsführer der DGB-Region Leipzig-Nordsachsen.

Die hauseigenen Tarifverträge sollen denen des TVöD angepasst werden.
Die hauseigenen Tarifverträge sollen denen des TVöD angepasst werden.  © DPA

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