Strenges Kuttenverbot: Halten sich Hells Angels, Bandidos & Co daran?

Eine Garantie, dass die Abzeichen gänzlich nicht getragen werden, gibt es nicht.
Eine Garantie, dass die Abzeichen gänzlich nicht getragen werden, gibt es nicht.  © dpa/Marius Becker

Berlin - Kriminelle Rockgruppen wie die Berliner Hells Angels haben sich nach dem verschärften Verbot ihrer typischen "Kutten" an die neuen Bestimmungen gehalten. Überraschend oder berechnend?

"Seit Inkrafttreten des Gesetztes wurden keine entsprechenden Personen mit sogenannten 'Kutten' im Stadtgebiet angetroffen," erklärte die Senatsinnenverwaltung. Somit sieht man derzeit davon ab, den Kontrolldruck auf die Rockerbanden durch die Polizei zu verstärken.

Seit dem 16. März dürfen Mitglieder bestimmter Rockergruppen keinerlei Abzeichen ihrer Gruppierungen mehr auf ihren Westen tragen. Damals trat das von Bundestag und Bundesrat beschlossene verschärfte Vereinsrecht in Kraft.

Verboten ist seitdem etwa das Zeigen des geflügelten Totenkopfes durch die «Hells Angels» oder des sogenannten Fat Mexican, eines mit Machete und Colt bewaffneten Mexikaners durch die «Bandidos».

Das Abzeichenverbot gilt deutschlandweit für den gesamten Rockerclub, wenn einzelne Ortsgruppen wegen krimineller oder verfassungsfeindlicher Aktivitäten verboten sind.

In Berlin gelte das Verbot für sieben Clubs: Hells Angels, Red Devils, MG 81, Bandidos, Chicanos, X-Team und Gremium MC, hieß es in der der Antwort des Senats auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber.

Titelfoto: dpa/Marius Becker