Gefährliche Verfolgungsjagd: BMW-Fahrer (42) flüchtet vor Verkehrskontrolle

Bremen - Als ein 42 Jahre alter Mann in Bremen-Hemelingen sich mit seinem BMW am späten Samstagabend einer Kontrolle der Polizei entziehen wollte, spielten sich plötzlich Szenen wie im Actionfilm ab.

Ein Polizist hält während eines Presstermins eine Polizeikelle mit der Aufschrift "Halt Polizei" in der Hand.
Ein Polizist hält während eines Presstermins eine Polizeikelle mit der Aufschrift "Halt Polizei" in der Hand.  © DPA

Der Fahrer, der wohl aus dem Bremer Umland kommt, demolierte der Polizei zufolge dabei gleich mehrere Fahrzeuge, darunter auch einen Streifenwagen, als er auf seiner Flucht durch Bremen bretterte.

Wie konnte es dazu kommen?

Gegen 22.30 Uhr fiel der BMW den Polizeiangaben zufolge einer Bremer Streife an der Kreuzung Autobahnzubringer/An der Grenzpappel auf, als er an einer Ampel anscheinend völlig ungeniert über rot fuhr.

Der Fahrer war dazu angeblich noch mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und brauste über die Hannoversche Straße in Richtung Christernstraße davon.

Die Polizisten gaben dem Mann zwar das Signal anzuhalten, das ignorierte der jedoch und setzte stattdessen seine rasante Fahrt fort. Als die Beamten die Verfolgung aufnehmen und ihn zum Anhalten bewegen wollen, drückte der noch mehr auf das Gaspedal.

"Auf seiner Flucht verursachte er mehrere Beinaheunfälle, die nur dank aufmerksamer Verkehrsteilnehmer verhindert werden konnten" meldet die Polizei Bremen.

Dabei kam der Mann mit seinem Wagen auch auf die Gegenfahrbahn, sodass andere Autofahrer sich auf den Geh- und Radweg flüchten mussten. In einer Kurve bremste der Fahrer dann angeblich so abrupt und stark ab, dass der Streifenwagen auf den BMW auffuhr.

Polizeieinsatz im Straßenverkehr (Symbolbild)
Polizeieinsatz im Straßenverkehr (Symbolbild)  © 123RF

Doch auch durch den Crash wollte sich der Mann anscheinend immer noch nicht aufhalten lassen und versuchte weiter abzuhauen.

Den Beamten gelang es den Wagen des Mannes dann aber gerade noch zu stoppen. Doch auch als er mit seinem Fahrzeug nicht weiter kam, versuchte er noch zu Fuß das Weite zu suchen.

Selbst als die Beamten den Bremer wenige Meter weiter in einem Garagenhof stellen, versuchte er sich noch erfolglos gegen seine Festnahme zu wehren. Doch die Beamten griffen durch und nehmen ihn schließlich endlich auch fest.

Wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage von TAG24 bestätigte, bestand der Verdacht, dass der Mann unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand. Das hätte der Mann sogar zugegeben. Ein Bluttest sei trotzdem durchgeführt worden.

Sein Fahrzeug sowie sein Führerschein seien außerdem vorerst sichergestellt und damit eingezogen worden.

Als die Beamten den Fluchtweg noch einmal durchgehen, hätte sich zudem herausgestellt, dass der Mann vermutlich vier weitere Fahrzeuge bei seinem Versuch zu entkommen, beschädigt hatte. Aktuell wird die Schadenshöhe auf etwa 15.000 bis 20.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde auf der rasanten Fahrt zum Glück niemand.

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