Nach Verfolgungsjagd: So schnappte die Bundespolizei die Autobahn-Raser

Dresden - Die Polizei gab neue Details zu der wilden Verfolgungsjagd am gestrigen Montag bekannt.

Die Anschlussstelle Dresden-Gorbitz war während der Ermittlungen gesperrt.
Die Anschlussstelle Dresden-Gorbitz war während der Ermittlungen gesperrt.  © Roland Halkasch

Gegen 15 Uhr wollte eine Streife der Bundespolizei am ehemaligen Grenzübergang Breitenau einen scheinbar in Frankreich zugelassenen Peugeot 406 kontrollieren, wie die Dresdner Polizei am Dienstag erklärte.

Der Wagen kam aus Tschechien in Richtung Dresden gefahren. Als der Fahrer den Streifenwagen sah, bremste er jedoch nicht ab. Ganz im Gegenteil, der Peugeot wurde immer schneller.

Über A17 flohen die zwei Insassen des Fahrzeugs bis zur Anschlussstelle Dresden-Gorbitz. Dort krachte der Peugeot zuerst in einen VW Passat und verursachte dabei 10.000 Euro Sachschaden.

Anschließend wurden einige Leitpfosten am Straßenrand der Autobahnausfahrt und ein Verkehrsschild umgemäht. Dabei entstand enormer Schaden am Peugeot - das Auto war am Ende.

Der Fahrer und sein Beifahrer flohen daraufhin zu Fuß vor der Bundespolizei, die mittlerweile von Landespolizei und Streifen der Direktion Dresden unterstützt wurde.

Sogar mit zwei Hubschraubern und speziell ausgebildeten Suchhunden wurde nach den beiden Unfallverursachern gesucht.

Unfall-Raser im Bus erwischt

Am VW Passat verursachten die Chilenen etwa 10.000 Euro Schaden.
Am VW Passat verursachten die Chilenen etwa 10.000 Euro Schaden.  © Roland Halkasch

Über ein Feld bahnten sich die zwei Flüchtigen ihren Weg nach Pennrich. Der Fahrer, ein 25-jährige Chilene, konnte schon kurze Zeit später am Rand der Landwirtschaftsfläche gefasst werden.

Der Beifahrer befand sich hingegen weiter auf der Flucht.

Am Abend erhielt die Polizei dann einen Zeugenhinweis, der zur Ergreifung führte. Der Beifahrer, ein 23-jähriger Chilene, fuhr nämlich gegen 18.30 Uhr mit einem Bus in Richtung Briesnitz, bis die Beamten einstiegen!

In der Zwischenzeit fanden die Polizisten heraus, dass der Peugeot gar nicht zugelassen war und auch keinerlei Versicherungsschutz besaß. Wo das französische Kennzeichen herkommt, bleibt fraglich. Zudem fuhr der 25-Jährige ohne Führerschein.

Er wird nun wegen Unfallflucht, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Gefährdung des Straßenverkehrs angezeigt. Sein Kompagnon kommt wohl so davon.

Die Fluchtroute des Fahrers ist sichtlich kurz. Sein Landsmann kam immerhin fast bis nach Briesnitz.
Die Fluchtroute des Fahrers ist sichtlich kurz. Sein Landsmann kam immerhin fast bis nach Briesnitz.  © Screenshot/Google Maps

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