Immer mehr K.o.-Tropfen-Taten in Berlin

Berlin - Eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe (42) brachte beängstigendes zum Vorschein: Die Zahl der angezeigten Straftaten im Zusammenhang mit Vergewaltigungsdrogen hat seit 2012 kräftig zugenommen!

Sogenannte "Vergewaltigungsdrogen" können die Opfer wehr- und besinnungslos machen. (Symbolbild)
Sogenannte "Vergewaltigungsdrogen" können die Opfer wehr- und besinnungslos machen. (Symbolbild)

Waren es vor sieben Jahren noch insgesamt 150 Fälle, in denen diese Drogen eine Rolle spielten, so waren es im Jahr 2018 bereits 230!

Doch nicht nur die Menge, auch die Art der verwendeten Drogen änderte sich gravierend. So stehen GHB und Liquid Ecstasy mit 131Fällen im Jahr 2018 besonders hoch im Kurs bei Straftätern. Auch auf den vorderen Plätzen: das Pferdebetäubungsmittel Ketamin mit 80 Fällen im Jahr 2018.

Stark abgenommen hat hingegen die Verwendung der klassischen Vergewaltigungsdroge Rohypnol. War sie im Jahr 2012 noch auf dem ersten Platz der Liste (43 Fälle) ist sie heute kaum noch vertreten (9 Fälle).

43 Mal wurden Folge-Straftaten angezeigt. Dazu zählen zum Beispiel Sexualdelikte oder Raub. Laut Polizei handele es sich dabei "wahrscheinlich" um Taten im Zusammenhang mit den K.o.-Tropfen. Weitere Daten aus dem Bericht: Die meisten Geschädigten waren über 21 Jahre alt, die häufigsten Tatorte waren Diskotheken (7 Fälle), oder aber Wohnungen (6 Fälle).

Tragisch: Auch ein Kind (jünger als 13) und drei jugendliche Opfer zwischen 14 und 17 Jahren tauchen in der Liste auf. Besonders skurril scheint in dem Bericht eine Polizeidienststelle, die als Tatort angegeben wird.

Häufig mischen Kriminelle die Drogen heimlich in Drinks. (Symbolbild)
Häufig mischen Kriminelle die Drogen heimlich in Drinks. (Symbolbild)  © 123RF

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