15-Jährige in Falle gelockt und vergewaltigt

Wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen stand ein 39-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.
Wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen stand ein 39-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.  © DPA

Berlin – Das junge Mädchen lernte im Internet einen angeblichen Basketballspieler mit Reitpferd und Vermögen kennen. Doch ihr Chatpartner hatte es auf etwas anderes abgesehen und lockt sie in eine Falle, sind später Ermittler überzeugt.

Der Basketballtrainer (39) hatte im Internet gezielt Kontakt zu jungen Frauen und jugendlichen Mädchen gesucht, hieß es im Urteil. Er habe sich als 23-jähriger Ex-Basketballspieler ausgegeben, der wohlhabend sei und ein Reitpferd besitze. Dem 39-Jährigen sei es nach mehrwöchigem Kontakt gelungen, dem Mädchen die Vorbehalte gegen ein Treffen zu nehmen.

Der 39-Jährige habe das Mädchen bei der ersten Begegnung im Oktober 2016 zunächst veranlasst, mit ihm Alkohol zu konsumieren, sagte der Vorsitzende Richter. "Anschließend fuhr er mit ihr unter dem Vorwand, ihr sein Pferd zu zeigen, in ein Waldstück." Dort habe er die damals 15-Jährige von hinten attackiert, in einen Würgegriff genommen, zu Boden gebracht und vergewaltigt. Die Angaben des Mädchens seien glaubhaft, so das Gericht.

Der Angeklagte hatte erklärt, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Die Internet-Bekannte habe ihr Alter ihm gegenüber mit 18 Jahren angegeben. Nach freiwilligem Sex sei sie "sauer" geworden, weil er einen versprochenen Kauf einer Designer-Handtasche abgesagt habe.

Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Der Mann wurde wegen Vergewaltigung der 15-Jährigen zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Mit dem Urteil folgte das Gericht im Wesentlichen der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre und sechs Monate Haft gefordert hatte.

Die 15-Jährige wurde in einem Waldstück vergewaltigt (Symbolbild).
Die 15-Jährige wurde in einem Waldstück vergewaltigt (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: DPA


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