Nach Vergewaltigungs-Vorwürfen: So geht es Star-Regisseur Wedel

Frankfurt - Seit Monaten wird gegen ihn wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt. Das kostete Filmemacher Dieter Wedel (76) unter anderem seinen Posten als Intendant bei den Bad Hersfelder Festspielen. Am Mittwoch war es nach langer öffentlicher Abstinenz endlich soweit. Der Regisseur präsentierte sich bei einem Charity-Event in Frankfurt.

Monatelang war Dieter Wedel im Zuge der Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen ihn quasi untergetaucht (Archivbild).
Monatelang war Dieter Wedel im Zuge der Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen ihn quasi untergetaucht (Archivbild).  © dpa/Swen Pförtner

Genauer gesagt war er Gast von Manager Bernd Reisig (55), der zu einer Zusammenkunft für sein Projekt "Helfen, helfen" geladen hatte. Bei hausgemachtem Kartoffelsalat und allerlei Vorträgen stand aber tatsächlich nur einer im Vordergrund - Deutschlands wohl bekanntester Filmemacher.

Dieser war in Begleitung von Lotto-Fee Franziska Reichenbacher (50/Wedel zur FNP über die Beziehung der beiden: "Wir kennen uns und sind befreundet") eingetroffen und trotz weiterhin bestehender Abneigung gegen Interviews dann doch bereit, das ein oder andere Statement zu seiner aktuellen Lage abzugeben.

So erzählte er der Bild: "Seitdem ich weg war unter südlicher Sonne, geht es mir besser", so Wedel und ergänzte zum laufenden Verfahren der Staatsanwaltschaft München gegen ihn: "Es geht ja um ein laufendes Verfahren, dazu kann ich im Moment wenig sagen. Aber: Inzwischen bin ich froh, dass es diese Ermittlungen gibt. Ich vertraue auf die Staatsanwaltschaft.".

Im Zuge der "#MeToo"-Debatte hatten mehrere Schauspielerinnen sowie ehemalige Mitarbeiter dem Regisseur gewalttätige und sexuelle Übergriffe vorgeworfen (TAG24 berichtete).

Und auch Aussichten auf ein Comeback des 76-Jährigen heizte er selbst ein wenig ein. "Dazu werde ich mich demnächst äußern." Wir dürfen gespannt sein.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner


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