Gericht lehnte Fußfessel für Serien-Vergewaltiger aus Erfurt ab

Erfurt - Immer mehr Details zum Leben des Serien-Vergewaltigers aus Erfurt kommen ans Licht. So hätten seine Taten wahrscheinlich verhindert werden können.

Die Polizei sperrte die Gegend um den Tatort ab.
Die Polizei sperrte die Gegend um den Tatort ab.  © Marcus Scheidel

Denn vor seiner Entlassung aus einem Gefängnis bei Burg in Sachsen-Anhalt hatten die Thüringer Behörden eine Fußfessel beantragt, um den Mann besser überwachen zu können, so der MDR.

Doch die Richter am zuständigen Landgericht Stendal lehnten ab, ließen den Mann ohne Fußfessel nach Erfurt ziehen.

Hier soll er in den drei Monaten seiner Freiheit, drei Frauen überfallen und vergewaltigt haben. Laut Innenministerium war der Mann in der Thüringer "Haftentlassenen Auskunftsdatei Sexualstraftäter" gelistet und zählte damit zur Gruppe der gefährlichsten Täter.

Diese Verurteilten haben ein besonders hohes Rückfallrisiko. Um sie besser Überwachen zu können, kann eine Observation oder Fußfessel beantragt werden.

Am Dienstag wurde der 34-jährige Deutsche nach einer erneuten Tat von den Ermittlern gefasst und sitzt nun in der Untersuchungshaft.

Titelfoto: Marcus Scheidel

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