Verurteilter Totschläger soll Frau auf Freigang vergewaltigt haben

Hamburg - Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg muss sich von Mittwoch an ein verurteilter Straftäter wegen eines erneuten Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten.

Das Strafjustizgebäude in Hamburg: Hier wird der Prozess am Mittwoch beginnen.
Das Strafjustizgebäude in Hamburg: Hier wird der Prozess am Mittwoch beginnen.  © DPA

Der 57-jährige Frank S. befindet sich bereits seit 1995 im Maßregelvollzug, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Am 25. April dieses Jahres hatte er Freigang und soll dabei eine 44-Jährige in der Alexanderstraße in Hamburg-St. Georg sexuell missbraucht haben.

Dabei soll es zunächst zu einvernehmlichem bezahltem Sex zwischen dem Angeklagten und der Prostituierten gekommen sein.

Dann soll der 57-Jährige die Frau jedoch gewürgt und unter weiterer Androhung von Gewalt gezwungen haben, sich zu entkleiden. Anschließend soll er ihre Hände mit Kabelbindern auf dem Rücken gefesselt und sie mit Kleidungsstücken geknebelt haben.

Nach Anklageschrift drohte er ihr an, sie zu töten und habe dann weitere sexuelle Handlungen an der Frau verübt.

Nach Informationen des Abendblatts wurde Frank S. bereits 1986 wegen einer Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Seit 1995 sitzt er wegen Totschlags an einer Frau. Seit 2015 erhielt der Verurteilte erste Vollzugslockerungen, durfte zunächst begleitet seine Unterbringung verlassen.

Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat im April 2017 wurden dem 57-Jährigen auch unbegleitete Ausgänge genehmigt.

Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal des Strafjustizgebäudes.
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal des Strafjustizgebäudes.  © DPA

Titelfoto: DPA

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