Ist das Rätsel um die toten Tiere am Tegeler See gelöst?

Die Behörden warnen wegen Blaualgen vor dem Baden im Tegeler See.
Die Behörden warnen wegen Blaualgen vor dem Baden im Tegeler See.

Berlin – In den vergangenen Wochen sind immer wieder Hunde nach dem Gassi-Gehen am Tegeler See gestorben. Sie hatten eindeutige Vergiftungserscheinungen.

Dann wurden mehrere tote Füchse gefunden, die meisten von ihnen Jungtiere, auch sie waren im Bereich des Sees verendet. Und schließlich gaben die Behörden in der vergangenen Woche eine Blaualgenwarnung für das Gewässer heraus. Menschen sollten nach Möglichkeit nicht darin baden, weil die Algen zu Vergiftungen führen können (TAG24 berichtete).

Jetzt scheinen sich all diese Puzzleteile zu einem Ganzen zu verbinden und das Rätsel um das Tiersterben gelöst zu sein.

Demnach legen scheinbar keine Tierhasser im Uferbereich Giftköder aus, sondern die Blaualgen könnten zum Tod der Tier geführt haben. Schließlich wurden bisher auch keine Köder gefunden.

Ein Tierarzt hat am Montag auf seiner Facebookseite mitgeteilt, dass mindestens einer der verstorbenen Hunde an dem durch die Blaualgen produzierten Gift "Anatoxin A" gestorben sei.

"Die pathologisch- toxikologischen Untersuchungen haben bezüglich der Todesfälle von Hunden im Bereich des Tegeler Sees, zunächst für einen der verstorbenen Hunde, das von Blaualgen synthetisierte Anatoxin A als Todesursache ermittelt", schreibt er bei Facebook.

Ob auch die anderen Tiere an einer derartigen Blaualgenvergiftung starben, müssen jetzt die weiteren Gutachten zeigen. Hundehalter sollten aber auf jeden Fall darauf achten, ihre Tiere vorsichtshalber nicht in den See zu lassen.

Mehrere Hunde und Füchse waren in den vergangenen Tagen am Tegeler See gestorben.
Mehrere Hunde und Füchse waren in den vergangenen Tagen am Tegeler See gestorben.  © DPA

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0