Einziger Vergnügungspark der DDR soll wiederbelebt werden

Berlin - Der "Kulturpark Plänterwald" war der einzige Vergnügungspark der DDR. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik eröffnet worden und zog jährlich über 1,5 Millionen Besucher an. Doch kurz vor der Jahrtausendwende schrieb der Park, der ab 1991 "Spreepark" hieß, zunehmend rote Zahlen. 2001 folgte die Insolvenz. Seit dem liegt das Gelände brach, jetzt könnte es schon bald zum Revival kommen.

Die Wasserrutsche "Wild River" im Vergnügungs- und Freizeitpark Plänterwald in Berlin, aufgenommen am 20.05.1991.
Die Wasserrutsche "Wild River" im Vergnügungs- und Freizeitpark Plänterwald in Berlin, aufgenommen am 20.05.1991.  © Klaus Franke/dpa

Der verwilderte Spreepark in Berliner Bezirk Treptow soll künftig ein Ort der Kunst für alle werden.

Mit Installationen, Ausstellungen und Theateraufführungen kann nach Plänen von Umweltverwaltung und landeseigener Grün GmbH der einstige DDR-Vergnügungspark wiederbelebt werden.

Umweltsenatorin Regine Günther (55, parteilos) will das Konzept am 25. Mai der Öffentlichkeit präsentieren.

Vorausgegangen war ein Bürgerdialog, den 2016 der damalige Senator für Stadtentwicklung und heutige Innensenator, Andreas Geisel (52, SPD), initiierte. Der Park mit seinen verfallenen Rummel-Attraktionen sei ein so mystischer Ort, der für die Berliner wieder geöffnet werden solle, hatte Geisel damals gesagt. Er sprach von einer Million Euro für neue Projekte.

Nach der insolvensbedingten Schließung des Parks folgte der kontinuierliche Zerfall des Geländes, das vor allem von Fotografen und Filmschaffende weiterhin - und zum Teil auch illegal - besucht wurde. Die heruntergekommenen Fahrgeschäfte geben wunderbare Motive ab.

2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Anfang 2016 übernahm die landeseigene Grün Berlin GmbH das 23 Hektar große Gelände an der Spree.

Laut Konzept kann der Charme des früheren Freizeitparks bestehen bleiben, wenn Fahrgeschäfte und Gebäude neu genutzt und der Baumbestand einbezogen werden. Kunst, Kultur und Natur würden "überraschende Verbindungen eingehen und ein besonderes Besuchserlebnis schaffen", hieß es.

Das Wahrzeichen des einst so belebten Vergnügungsparks in Berlin: Das Riesenrad.
Das Wahrzeichen des einst so belebten Vergnügungsparks in Berlin: Das Riesenrad.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa