Verirrter Waschbär hält Feuerwehr in Wiesbaden mächtig auf Trab

Wiesbaden - In einer längeren Aktion haben Feuerwehrleute in Wiesbaden einen verirrten Waschbären gerettet.

Auf dem Dach entkam der Waschbär den Feuerwehrleuten noch.
Auf dem Dach entkam der Waschbär den Feuerwehrleuten noch.  © wiesbaden112.de

Wie die Feuerwehr berichtete, trafen die alarmierten Rettungskräfte am Donnerstagabend auf einem Dach in einem Innenhof auf einen verängstigten und zusammengekauerten Waschbären.

Doch das Tier sei bei dem Versuch, es aus seiner misslichen Lage zu befreien, vor seinen Rettern geflohen und vom Dach gesprungen.

Letztendlich habe sich der Waschbär hinter Mülltonnen versteckt. "Dort wurde er schließlich mit viel Geduld und gutem Zureden mit einem speziellen Tierfanggerät mit Netz eingefangen", so die Feuerwehr. Die Retter brachten ihren Schützling in eine Tierklinik.

"Solche Wildtier-Rettungsaktionen sind wirklich extrem selten", sagte der diensthabende Lagedienstleiter der Feuerwehr, Carsten Böhm, am Freitag. Er könne sich in seiner Dienstzeit nur noch an einen Einsatz wegen einer Wildschwein-Rotte erinnern.

Bei exotischen Tieren wie Schlangen griffen die Behörden auf die Hilfe von Experten zurück.

Rettungsaktion machte dicke Ratte zum Internet-Star

Ende gut, alles gut: Die Wanderratte konnte aus ihrer misslichen Lage befreit werden.
Ende gut, alles gut: Die Wanderratte konnte aus ihrer misslichen Lage befreit werden.  © Berufstierrettung Rhein Neckar

Häufiger sind nach Angaben von Böhm Tier-Einsätze wie die Rettung von festgefrorenen Schwänen im Winter oder Vögel, die aus Schutznetzen von Gebäuden befreit werden müssen.

Da könnte die Feuerwehr auch helfen – die meisten Einsätze wie die berühmte Katze auf dem Baum seien aber nicht von Erfolg gekrönt. "Da befreit sich das Tier dann selbst und flüchtet, wenn wir anrücken."

Ende Februar hatte eine Ratten-Rettungsaktion der Feuerwehr Bensheim im Internet eine breite Diskussion über den Sinn solcher Einsätze ausgelöst. Das Tier steckte in einem Gullydeckel fest und wurde befreit, während an anderen Orten Ratten bekämpft werden (TAG24 berichtete).

Auch Feuerwehrmann Böhm hätte mit seinen Kollegen geholfen: "Man kann keiner Kreatur in Not Hilfe verweigern", findet er.

Zwischen einigen Mülltonnen versteckt ging der Waschbär den Einsatzkräften dann ins Netz.
Zwischen einigen Mülltonnen versteckt ging der Waschbär den Einsatzkräften dann ins Netz.  © wiesbaden112.de

Titelfoto: wiesbaden112.de

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