Verletzte bekommen nach Suff-Unfall Schock-Diagnose

Der betrunkene Unfallfahrer kam zur Blutentnahme in ein Krankenhaus. Dort erhielt er den Zufallsbefund Kohlenmonoxidvergiftung (Symbolbild).
Der betrunkene Unfallfahrer kam zur Blutentnahme in ein Krankenhaus. Dort erhielt er den Zufallsbefund Kohlenmonoxidvergiftung (Symbolbild).  © DPA

Neukieritzsch - Bei einem Suff-Unfall auf der B176 in Neukieritzsch sind am Samstagabend drei Personen verletzt worden. Doch es kam für die drei noch dicker: Am Ende landeten sie mit einer Kohlenmonoxidvergiftung auf der Intensivstation.

Der 24-jährige Fahrer war gegen 19.00 Uhr auf der B176 in Lobstädt unterwegs. Dort versuchte er, einen anderen Wagen zu überholen, brach sein Vorhaben aber wieder ab, da ihm mehrere Fahrzeuge entgegenkamen.

Als er versuchte, wieder einzuscheren, geriet der 24-Jährige mit seinem Nissan Primera ins Schleudern. Das Auto kam nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr in einen Straßengraben und stoppte letztendlich an einem Baum.

Als die Polizei am Unfallort eintraf, hatten Ersthelfer die verletzten Insassen des Nissans bereits versorgt. Einer der drei wurde bei dem Unfall schwer verletzt, der Fahrer und ein weiterer Mitfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon.

Noch vor Ort bemerkten die Beamten beim Fahrer starken Alkoholgeruch und griffen daraufhin zum Alkoholtest. Der 24-Jährige pustete bereitwillig ins Messgerät, das einen Wert von 1,77 Promille anzeigte. Also ging es zu einer richterlich angeordneten Blutentnahme ins Krankenhaus.

Dort dann die überraschende Diagnose: Der betrunkene Fahrer hatte eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten. Auch bei den beiden verletzten Insassen des Wagens stellten die Mediziner im Krankenhaus eine Kohlenmonoxidvergiftung fest. Mit diesem Zufallsbefund ging es nach der Erstversorgung in der Notaufnahme direkt auf die Intensivstation.

Wie die Polizei mitteilte, könnte eine defekte Abgasanlage am Unfallwagen schuld an der Vergiftung sein. Andere Verkehrsteilnehmer kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.


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