Verleugnet! So mies wird das Zwickauer Tierheim ausgetrickst

Wer einen Hund im Tierheim Vielau 
abgeben will, bezahlt normalerweise 141 Euro.
Wer einen Hund im Tierheim Vielau abgeben will, bezahlt normalerweise 141 Euro.  © Peter Zschage

Vielau - Schäferhündin Trixi ist eine der jüngsten Neuzugänge des Zwickauer Tierheimes in Vielau. Hinter ihrem aufgeschlossenen Wesen steckt vermutlich ein besonders tragisches Schicksal: Die Hündin wurde wahrscheinlich von ihrer eigenen Besitzerin als "Fundhund“ abgegeben.

"Beweisen können wir es nicht, aber die Indizien und das Bauchgefühl sprechen dafür“, sagt Tierheim-Chefin Claudia Ruf (43).

Zu vertraut sei die Hündin mit ihrer angeblichen Finderin umgegangen, auch das Hundekissen in der Wohnung und das auf Anhieb passende Halsband sprechen dafür.

Die Unsitte, das eigene Tier zu verleugnen und als angebliches Fundtier im Heim abzugeben, greift immer mehr um sich. Allein im vergangenen Jahr traf das in Vielau auf knapp 20 neu angekommene Hunde zu. "Bei denen können wir es oft nachvollziehen“, so Frau Ruf.

Bei Katzen, Kleinsäugern und Vögeln sei das aber praktisch unmöglich. Der Grund für diesen "Trend“: die Abgabegebühr von 141 Euro. Die wollen viele Tierbesitzer, die sich ihres einstigen Lieblings entledigen wollen, nicht bezahlen.

"Wobei wir da auch immer mit uns reden lassen, gerade bei sozialen Härtefällen“, sagt Claudia Ruf.





Tierheim-Chefin Claudia Ruf (41) ist 
sauer, weil immer mehr Hundebesitzer die Abgabe-Pauschale umgehen.
Tierheim-Chefin Claudia Ruf (41) ist sauer, weil immer mehr Hundebesitzer die Abgabe-Pauschale umgehen.  © Peter Zschage

Titelfoto: Peter Zschage


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