Vermieter fordern hohe Summen für Flüchtlinge

"... einige wollen sich offenbar schnell eine goldene Nase verdienen."
"... einige wollen sich offenbar schnell eine goldene Nase verdienen."

Von Thomas Nahrendorf

Zwickau - Findige Hausbesitzer und Vermieter entwickeln in der Muldestadt ein neues Geschäftsmodell: Sie bieten den Behörden Quartiere für Flüchtlinge an - zu teilweise maßlos überzogenen Mietpreisen.

Cornelia Bretschneider, Sozialamtsleiterin des Landkreises Zwickau, ist dafür zuständig, Unterkünfte für die Asylbewerber zu suchen: „Wenn man es bösartig formuliert, könnte man sagen, dass sich einige offenbar schnell eine goldene Nase verdienen wollen. Es ist nicht nur so, dass wir Wohnungen suchen - es treten auch Vermieter an uns heran.“

150 Objekte hat sie in den letzten Wochen besichtigt. „Es waren auch völlig heruntergekommene Wohnungen dabei, teils einsturzgefährdet“, erzählt sie. „Und es kam schon vor, dass in Zwickau jemand 10 Euro für den Quadratmeter gefordert hat. Das ist natürlich absolut realitätsfremd.“

Der Landkreis könne nur auf dem üblichen Hartz-IV-Niveau bezahlen. Und da liegt der Preis zwischen 4 und 5 Euro pro Quadratmeter.

Fotos: imago


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