Vermisste Rebecca: Aktenzeichen XY gibt neues Detail preis

Berlin - Seit dem 18. Februar fehlt von der 15-jährigen Rebecca jede Spur. Zuletzt wurde die Berlinerin im Haus ihrer ältesten Schwester Jessica (27) und deren tatverdächtigen Mann Florian R. (27) Neukölln lebend gesehen. Nun nahm sich die ZDF-Serie "Aktenzeichen XY … ungelöst" des Falls an.

Dieses Bild zeigt exakt die Verkehrsüberwachungsanlage, die laut Staatsanwaltschaft das Kennzeichen des himbeerroten Twingos am 18. und 19 Februar erfasst hat.
Dieses Bild zeigt exakt die Verkehrsüberwachungsanlage, die laut Staatsanwaltschaft das Kennzeichen des himbeerroten Twingos am 18. und 19 Februar erfasst hat.  © Morris Pudwell

Am Mittwochabend sprach Chefermittler Michael Hoffmann der 3. Mordkommission mit Moderator Rudi Cerne über den Fall der vermissten Rebecca aus Neukölln.

Demnach soll es einen neuen Ermittlungsstand geben. Zuletzt erklärte Rebeccas Vater, Bernd R. (55), gegenüber dem Sender RTL: "Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf und ich hoffe, dass sich das jetzt aufklärt."

Worum es genau gehe, blieb zunächst offen. Die Hoffnung gebe der 55-Jährige aber nicht auf. Zuletzt appellierte er flehend in der Bild an seinen Schwiegersohn: "Bitte rede endlich!"

Kritisch bleibt: Die Indizien gegen dem verdächtigten Schwager würden zum aktuellen Zeitpunkt nicht für einen Prozess reichen, wie eine Berliner Anwältin gegenüber der "Bild"-Zeitung gesagt hat. Ein wichtiger Beweis wäre der Fund der Leiche der Vermissten.

Doch je länger die Ermittlungen andauern, umso höher wäre bereits der Grad der Verwesung des Körpers. Sprich: Die Sicherung von möglichen Spuren wäre damit erschwert. Doch auch ohne Leiche könnte der Schwager wegen Totschlags angeklagt werden.

"Wir kommen zu dem Schluss, dass Rebecca das Haus nicht verlassen hat. Und damit kommt der Schwager als Haupttatverdächtiger infrage", sagte Hoffmann in der ZDF-Sendung. Zudem geben die Fahrten des Wagens Fragen auf, wie TAG24 zuvor berichtete.

Mit diesem Auto soll er unterwegs gewesen sein.
Mit diesem Auto soll er unterwegs gewesen sein.

Rudi Cerne und der Chefermittler Hoffmann rufen erneut Zeugen dazu auf, sich bei der Mordkommission zu melden.

Mit der Veröffentlichung von Fotos des Verdächtigen, sowie des Autos und der verschwundenen Fleece-Decke, erhoffen sich bereits im Tagesverlauf die Ermittler neue Hinweise. Die Polizei bittet um Mithilfe.

  • Wer hat das Auto des Tatverdächtigen am Vormittag des 18. Februar 2019 und/oder in den Nachtstunden vom 19. zum 20. Februar gesehen?
  • Wer kann Angaben zu Aufenthaltsorten des Tatverdächtigen zu diesen Zeiten machen?
  • Wer kennt den Tatverdächtigen und kann Bezugspunkte von ihm benennen, die zwischen Berlin und Frankfurt/Oder liegen?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der abgebildeten Fleece-Decke (Größe ca. 150 x 200 cm) machen, die seit der Tat aus dem Haushalt des Tatverdächtigen fehlt?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter folgender Rufnummer (030) 4664-911333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Update, 10.36 Uhr

Der TV-Fahndungsaufruf der Polizei im Fall der vermissten Rebecca hat zu einer Flut von Hinweisen geführt. Von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen seien rund 150 neue Hinweise bei der zuständigen Berliner Mordkommission eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. "Die werden jetzt alle abgearbeitet. Das wird eine Zeit lang dauern."

Titelfoto: dpa/Polizei berlin

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