Noch immer keine Spur von Rebecca? Jetzt spricht der Vater!

Berlin - Seit nun über sechs Wochen ist Rebecca aus Berlin-Neukölln verschwunden. Von dem Mädchen fehlt auch nach nun über sechs Wochen jede Spur. Die Polizei geht schon länger davon aus, dass die 15-Jährige das Haus ihrer Schwester am 18. Februar nicht mehr lebend verließ. Der Hauptverdächtige: Ihr Schwager!

Seit über sechs Wochen fehlt von Rebecca jede Spur.
Seit über sechs Wochen fehlt von Rebecca jede Spur.  © dpa/Polizei berlin

Der 27-Jährige wurde vor knapp zwei Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen. Grund dafür waren Zweifel am dringenden Tatverdacht des Totschlags. Dennoch steht er weiter unter Verdacht.

Unterstützung bekommt der Schwager von Rebeccas Familie. Sie glauben weiterhin an seine Unschuld, wie der Vater der "Bild"-Zeitung erzählte. Innerhalb der Familie habe keiner Zweifel an Florian. "Wir haben mit Florian seit seiner Freilassung gesprochen, auch nachgebohrt, was an dem Tag von Rebeccas Verschwinden passiert ist. Aber er darf nichts sagen, seine Anwältin hat ihm das verboten."

Der 27-Jährige wurde aufgrund von verdächtiger Autofahrten, die er nicht erklären konnte, festgenommen. Auch der Vater hat kurzzeitig an der Unschuld seines Schwiegersohnes gezweifelt. "Die Mordkommission wollte uns da was einreden, aber das kann nicht sein."

Während er sich in Arbeit stürzt, um sich in dieser schweren Situation abzulenken, hofft er weiterhin seine Tochter bald wieder in die Arme schließen zu können. "Wir haben die Hoffnung, dass Rebecca noch lebt, anders geht es ja nicht weiter", so der Vater weiter.

Polizisten suchen nahe der A13 nach Spuren.
Polizisten suchen nahe der A13 nach Spuren.

Auch die Polizei bekommt weiterhin viel Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Die Zahl der Hinweise zu dem Fall liege inzwischen bei rund 2200, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Ermittlungen gingen weiter, wenn auch derzeit nicht in sichtbarer Form.

"Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir im Fall Rebecca doch noch weiterkommen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch.

Ob sich das auf neue Erkenntnisse stützt, sagte er nicht. Die Ermittler gingen weiter davon aus, dass die Schülerin Opfer eines Verbrechens wurde.

Zuletzt hatten die Ermittler am vergangenen Freitag in Brandenburg eine Suchaktion mit einem Spürhund durchgeführt. Diese war ebenso erfolglos geblieben wie die Einsätze in den Wochen zuvor. Dabei hatten Polizisten Wälder durchkämmt und sich mehrere Seen südlich der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt(Oder) vorgenommen.

Titelfoto: dpa/Polizei berlin

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